Illumina
- DER AKTIONÄR

Die 5-Minuten-Analyse

Nach der vollständigen Entschlüsselung des menschlichen Genoms steht nun die Proteomik im Vordergrund der Pharma- und Biotechbranche. Denn die Gesamtheit aller Proteine, das Proteom, gibt Aufschluss darüber, ob ein Medikament im Einzelfall wirksam ist und in welcher Dosis es verabreicht werden sollte. Die Protein-Chips von Illumina sind dabei eine große Hilfe. Sie ermöglichen eine Analyse genetischer Variationen.

Illuminas Technologie spart eine Menge Zeit – und ist für die Pharma- und Biotechnologiebranche revolutionär.

Nach der vollständigen Entschlüsselung des menschlichen Genoms steht nun die Proteomik im Vordergrund der Pharma- und Biotechbranche. Denn die Gesamtheit aller Proteine, das Proteom, gibt Aufschluss darüber, ob ein Medikament im Einzelfall wirksam ist und in welcher Dosis es verabreicht werden sollte. Die Protein-Chips von Illumina sind dabei eine große Hilfe. Sie ermöglichen eine Analyse genetischer Variationen, Funktionen und Mutationen – und das in Minutenschnelle. Das ist ein Durchbruch in der Medizin, denn die Suche und der Aufbau von Proteinen verschlang mit herkömmlichen Methoden nicht nur viel Geld sondern dauerte oft wochenlang.

Die Prognose

„Wir erwarten, dass wir in jedem Quartal des Geschäftsjahres 2006 einen Gewinn erzielen“, hieß es in Illuminas Ausblick für dieses Jahr. Das Geschäft mit den Gen-Chip-Geräten des US-amerikanischen Unternehmens scheint gut zu laufen. Nach einem gelungenen Auftaktquartal prognostizierte Illumina für das zweite Quartal ein Ergebnis pro Aktie zwischen sieben und neun Cent, der Umsatz sollte zwischen 31 und 33 Millionen Dollar liegen.

Die Zahlenpräsentation zum zweiten Quartal 2006 hätte für Illumina erfolgreicher nicht verlaufen können. Das Unternehmen überraschte auf breiter Front und ließ die vor knapp drei Monaten getroffene Prognose zur Makulatur werden. Im zweiten Quartal setzte das Unternehmen 41,6 Millionen Dollar um und lag damit weit über den Schätzungen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum lag der Umsatz gerade bei 15,8 Millionen Dollar. Der Gewinn verbesserte sich auf 6,77 Millionen Dollar nach einem Verlust von 18,5 Millionen im zweiten Quartal 2005. Der Gewinn pro Aktie von 14 Cent lag ebenfalls weit über der vor knapp drei Monaten getroffenen Prognose. Auch Analysten zeigten sich angesichts dieses hervorragenden Ergebnisses mehr als zufrieden. Ihre ursprünglichen Schätzungen lagen bei einem Gewinn von drei Cent je Anteilschein und einem Umsatz von 33,1 Millionen Dollar.

Nächste Überraschung

Illumina sparte nicht mit Überraschungen und schraubte auch gleich die Gesamtjahresprognose deutlich nach oben. Der Gewinn pro Aktie soll sich zwischen 61 und 82 Cent bewegen, der Umsatz bei 160 bis 170 Millionen Dollar liegen. Marktexperten gingen bisher von einem Gesamtjahresumsatz in Höhe von 137,9 Millionen Dollar und einem Gewinn je Anteilsschein von 13 Cent aus.

Fazit

Illumina ist eines der wenigen Unternehmen, das die jüngste Marktschwäche relativ unbeschadet überstanden hat. Auf die Zahlen zum zweiten Quartal, vor allem aber dürfte es der Ausblick sein, reagierte der Aktienkurs mit einem deutlichen Sprung auf ein neues 5-Jahres-Hoch. Die Erfolgsstory von Illumina läuft aber gerade erst an. Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen sind bei der Wirkstoffentwicklung auf Informationen von Proteinen und deren Aufbau angewiesen – und damit auf Illumina. Für einen Neueinstieg sollten allerdings Rücksetzer abgewartet werden.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

Börsenwelt Presseschau: Greiffenberger, Centrotherm Photovoltaics und Williams Grand Prix unter der Lupe

Die Euro am Sonntag ist nach der Korrektur der ersten Kursrallye bei Greiffenberger sehr angetan von den Aktien des Maschinenbau-Unternehmens. Die Börse am Sonntag ist nun vorsichtig optimistisch für Centrotherm Photovoltaics und hat ein passendes Derivat parat. Der Anlegerbrief performaxx und die Platow Börse beschäftigen sich mit dem Börsengang des Formel-1-Rennstalls Williams Grand Prix Holding. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots. mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Börsenwelt Presseschau: Roth + Rau, Klöckner + Co, Bauer und Baumwolle unter der Lupe

Die Platow Börse geht davon aus, dass der Aktienkurs von Roth + Rau einen Boden gefunden hat. Die Euro am Sonntag stellt für risikobereite Anleger ein verlockendes Derivat auf Klöckner + Co vor. Der Anlegerbrief performaxx baut jetzt auf Bauer. Die Börse am Sonntag sieht Chancen für den Baumwoll-Preis und hat dafür einige Derivate parat. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots. mehr