3U Holding
- Werner Sperber - Redakteur

Die 3U Holding und Infineon Technologies im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Zukunftswerte warnt vor "Tricks" des Vorstandes der 3U Holding bei der Hauptversammlung, rät aber dennoch zum Einstieg. Der Anlegerbrief sieht fundamental und charttechnisch zwar Risiken, rät allerdings dennoch zum Einstieg bei Infineon Technologies.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die Experten von Zukunftswerte bezeichnen das Risiko für Anleger bei einem Engagement bei der 3U Holding als gering. Sie empfahlen den Einstieg bei einer Notierung von 0,90 Euro. Aktuell raten sie bis zu Kursen von 0,80 Euro zum Kauf und geben den "fairen Wert" mit 1,15 Euro an.

Dabei erwarten sie eine "äußerst turbulente Hauptversammlung" am 29. Mai in Marburg. Roland Thieme, bis Ende 2007 langjähriger Vorstand von 3U, derzeitig Schlüsselmanager als Geschäftsführer mehrerer Tochterfirmen von 3U und Besitzer von 5,6 Prozent der Aktien, hat einen Ergänzungsantrag gestellt. Thieme möchte, dass die Aufsichtsräte abgewählt und sofort wiedergewählt werden sollen. Diese scheinbar rechtsmissbräuchliche Kungelei zwischen maßgeblichen Führungspersonen des Konzerns und dem Aufsichtsrat sei skandalös, denn damit würde die Bestellung der Aufsichtsräte bis zur Hauptversammlung im Jahr 2015 unnötig vorzeitig bis zur Hauptversammlung im Jahr 2018 verlängert. Das wiederum habe nur den Zweck, die Macht des Vorstandsvorsitzenden Michael Schmidt, welcher 25,5 Prozent der Aktien besitzt, bis Mai 2018 zu erhalten. Die Aufsichtsräte, welche die fragwürdige Geschäftspolitik von Schmidt bereits jetzt mittragen, würden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bis Mai 2018 im Amt bleiben und Schmidt weiter gewähren lassen - auch wenn die Geschäfte noch schlechter laufen würden als jetzt. Dieser geplante juristische Trick bei der diesjährigen Hauptversammlung weise darauf hin, die Verwaltung von 3U spüre den deutlich steigenden Druck der Aktionäre. Die Verwaltung wolle damit die Gefahr vermeiden, dass eine Wahl der Aufsichtsräte im nächsten oder übernächsten Jahr durch ein Erstarken des Widerstands der freien Aktionäre noch schwerer sein würde als bereits jetzt. Aktionäre sollten gegen diesen Ergänzungsantrag stimmen oder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) ihre Stimmrechte für die Hauptversammlung übertragen und die SdK gegen diesen Antrag stimmen lassen.


Der Anlegerbrief: Riskant, aber chancenreich    

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften im laufenden Jahr schwierig bleiben. Die Experten des Anlegerbriefes erklären jedoch, Infineon Technologies komme damit derzeit ganz gut zurecht. Der Ausblick des Vorstandes auf das dritte Quartal und das Ende September ablaufende gesamte Geschäftsjahr 2012/13 waren durchaus verheißungsvoll. Sollte die Konjunktur im nächsten Jahr in Schwung kommen, dürfte der Gewinn des Halbleiter-Konzerns beträchtlich steigen. Die Experten schätzen, dass der Umsatz im laufenden Wirtschaftsjahr um 2,5 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro sinken und im nächsten Fiskaljahr um 7,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro steigen wird. Der Gewinn je Aktie soll sich um 43,5 Prozent auf 0,22 Euro verringern und dann um 68,2 Prozent auf 0,37 Euro erhöhen. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 31 und 18. Charttechnisch hat die Notierung eine untere Umkehrformation ausgebildet. Obwohl die Aktie kurzfristig etwas über-kauft ist, sollten Anleger die Aktie erwerben.

Infineon Technologies produziert keine niedrigmargigen Massenchips mehr, sondern punktet in einem wettbewerbsintensiven Umfeld mit innovativen Speziallösungen. Für Chipkarten ist Infineon Weltmarktführer, für Halbleiter für die Automobilelektronik die weltweite Nummer 2. Darüber hinaus fertigt der Konzern Chips für die Antriebselektronik von Maschinen und die Energiebranche. Das Unternehmen produziert Computerchips mit einem vergleichsweise hohen Anteil von Fixkosten. Deshalb haben Wirtschaftsaufschwünge und Konjunkturabschwünge überproportional hohe Auswirkungen auf das Nettoergebnis. Im zweiten Fiskalquartal 2012/13 war bereits eine leichte Belebung im Geschäft von Infineon zu spüren. Der Vorstand erklärte, dieser Trend setze sich im laufenden Quartal fort. Im gesamten Wirtschaftsjahr sollen die Ziele deshalb am oberen Rand der angegebenen Spanne erreicht werden. Die Erlöse dürften demnach prozentual im mittleren einstelligen Bereich sinken und die operative Marge dürfte im hohen einstelligen Bereich liegen. Nach dieser Meldung stieg der Aktienkurs stark, was sich sehr positiv auf die Charttechnik ausgewirkt hat. Mit den Zwischentiefs von September 2011, Oktober 2012 und April 2013 wurde eine sogenannte umgedrehte Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet, die die Basis für eine nachhaltige Trendwende darstellen könnte.


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