Dialog Semiconductor
- Werner Sperber - Redakteur

Dialog Semiconductor will ein Riese werden; Börsenwelt Presseschau II

Die Experten der Euro am Sonntag erinnern an die Zeit vor fünf Jahren, als der Elektroingenieur Dr. Jalal Bagherli den Vorstandsvorsitz der damals stark angeschlagenen Firma Dialog Semiconductor übernommen hat. Seither holte der bestens vernetzte Manager Spitzenkräfte nach Kirchheim unter Teck bei Stuttgart in Baden-Württemberg und machte aus dem Konzern einen hochprofitablen Betrieb. Dialog Semiconductor hat sich darauf spezialisiert, Computerchips zu entwickeln, welche den Stromverbrauch in mobilen Telekommunikationsgeräten verringern. In diesem Jahr sollen damit erstmals mehr als eine Milliarde Euro erlöst werden. Dr. Bagherli plant nach einem bericht der Financial Times zudem den nächsten großen Schritt: Dialog Semiconductor soll demnach von der AMS AG übernommen werden. Der österreichische Konzern hat sich auf Sensor-Chips spezialisiert und der Vorstandsvorsitzende Kirk Laney hatte vor einiger Zeit erklärt, der Richtige könnte seinen Posten haben. Dr. Bagherli scheint der Richtige zu sein, denn es soll bereits Gespräche gegeben haben. Den Vorsitz im Aufsichtsrat der zusammengeschlossenen Firmen soll dafür jemand von AMS übernehmen. Dialog Semiconductor soll die Börsennotiz in London aufgeben und der neue Konzern wird, wie die alte AMS AG, in der Schweiz an der Börse sein. Lediglich beim Preis gebe es Unstimmigkeiten: AMS sage, die Synergien aus dem Zusammenschluss reichen als Prämie für die Aktionäre von Dialog Semiconductor, während Dialog auf einen Aufschlag von zehn Prozent zum Aktienkurs bestehe.

Der Zusammenschluss von Dialog Semiconductor und AMS wäre sinnvoll, denn die beiden Konzerne liefern unterschiedliche Produkte, teils an die gleichen Kunden, wobei Apple und Samsung Electronics als Erste genannt werden müssen. Dialog und AMS dürften von einem Verkaufserfolg der für den Herbst angekündigten neuen Produkte von Apple profitieren. Dialog Semiconductor hat zudem im vergangenen Jahr die Firma iWatt gekauft, welche Chips entwickelt, die mobile Telekomgeräte schneller aufzuladen helfen. Das Bankhaus Lampe schätzt diesen Markt auf weltweit 500 Millionen Dollar, wobei iWatt/Dialog mindestens 100 Millionen Dollar erhalten dürften. Mit einem KGV von 23,4 für dieses und 15,9 für nächstes Jahr, einem KBV von 10,1 sowie einem KCV von 14,8 bei einem Kurs von 25 Euro ist die Aktie von Dialog Semiconductor auch nach dem jüngsten Kursanstieg maßvoll bewertet. Risikobereite Anleger sollten die Aktie mit einem Kursziel von 30 Euro und einem Stop-Loss bei 21,90 Euro kaufen.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Der vorhergehende Text ist von der genannten Publikation übernommen sowie üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.)




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