Dialog Semiconductor
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Dialog Semiconductor im Windschatten von Google

Die gute Pre-Orderentwicklung für das iPhone nach Apples Deal mit China Mobile bescherte der Aktie des Chip-Zulieferers Dialog Semiconductor einen freundlichen Wochenausklang. Im Wochenvergleich steht ein Kursplus von 8,6 Prozent zu Buche. Ein Trend, der anhalten könnte, nicht nur wegen des Erfolgs von Apple.

Smartphone Boom …

Derzeit ist es vor allem der Boom bei Smartphones und Tablets, der Dialog Semiconductor beflügelt. 2014 etwas soll der weltweite Smartphone-Markt um 30 Prozent auf 1,2 Milliarden Geräte wachsen. Bei Tablets gehen Experten von 47 Prozent Absatzplus auf 263 Millionen Einheiten aus. Von diesem Wachstum wird Apple als Branchenprimus und damit auch Dialog Semiconductor als Lieferant profitieren. Mit den bestehenden Kundenbeziehungen ergeben sich für Dialog durch die Übernahme von iWatt weitere Umsatzpotenziale. iWatt stellt auch Ladegeräte her, ein gemeinsames Produkt soll im Laufe des Jahres auf den Markt kommen. Durch die Kombination von Ladegerät und Steuerchip aus einer Hand, werden beispielsweise geringere Ladezeiten erreicht. Ein Feature, das auch für Apple interessant sein könnte. Für Dialog würde das nichts anderes heißen, als dass man den Umsatz je belieferten Gerät, egal ob von Samsung oder Apple, deutlich erhöhen würde, wenn man einen entsprechenden Entwicklungsauftrag erhalten würde.

… und Megatrend Heimvernetzung

Doch nicht nur die anhaltend gute Nachfrage nach Smartphones und Tablets sichert das Wachstum. In den nächsten Jahren wird das Thema vernetztes Heim immer wichtiger. Nicht zuletzt die Übernahme der beliebten Home-Automation-Firma Nest durch Google für einen Kaufpreis von 3,2 Milliarden Dollar ist ein Beleg dafür, dass der Markt heiß ist. Dialogs Smart-Pulse-Serie bietet genau für diesen Markt Chiplösungen und Basisstationen. Dieser Markt befindet sich jedoch erst noch in der Entwicklung. Mit der Initiative von Google dürfte der Durchbruch früher als bisher erwartet kommen.

Doch auch ohne große Umsatzbeiträge aus diesem Markt wird Dialog in den nächsten beiden Jahren die Umsätze deutlich steigern können. Analysten gehen davon aus, dass 2015 bereits 1,2 Milliarden Dollar durch die Bücher der TecDAX-Firma gehen. Gegenüber 2013 wäre das ein Zuwachs von fast 40 Prozent.

Chart mustergültig

Mit dem Ausbruch über die 16-Euro-Marke hat Dialog vor kurzem ein Kaufsignal generiert. Zum Wochenschluss hat der Wert mustergültig auf dieser Marke aufgesetzt und konnte wieder nach oben drehen. Schafft die Aktie in den nächsten Tagen ein neues Hoch über 16,60 Euro, dürfte es zunächst weiter Richtung 17,50 Euro gehen bevor der Chart dann bei 18,80 Euro auf den nächsten Widerstand trifft. Auf der Unterseite ist vor allem die Aufwärtstendlinie wichtig. Diese verläuft aktuell bei rund 14 Euro. Wird diese unterschritten, ist der Aufwärtstrend vorerst beendet. Ein Stopp bei 14 Euro oder knapp darunter ist daher in Muss.

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