Dialog Semi
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Dialog Semiconductor bestätigt starke Zahlen

Der Chip-Entwickler Dialog Semiconductor hat heute die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr vorgelegt und die starken vorläufigen Daten bestätigt. Besonders wichtig: Die Marge kletterte im vierten Quartal wieder, was mit Blick auf 2013 vielversprechend ist.

Mit den vorläufigen Zahlen zum vierten Quartal 2012 und damit zum Gesamtjahr 2012 hat Dialog Semiconductor sowohl die eigenen als auch die Erwartungen der Analysten pulverisiert. Mit den heute vorgelegten endgültigen Zahlen bestätigt der im TecDAX notierte Chip-Entwickler den Gesamtjahresumsatz von 774 Millionen US-Dollar und ein EBIT in Rekordhöhe von 91 Millionen US-Dollar.

Marge hoch

Der Umsatz belief sich im vierten Quartal 2012 auf 268 Millionen US-Dollar; dies entspricht einem Anstieg um 56 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und um 49 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2012. Während der letzten Wochen des Jahres zog die Nachfrage unerwartet stark an, was sich im Segment Mobile Systems in einem Zuwachs von 72 Prozent auf 639 Millionen US-Dollar für das Gesamtjahr 2012 niederschlug.

Dialog konnte zudem im vierten Quartal 2012 zum vierten Mal in Folge eine Verbesserung der Bruttomarge verzeichnen; gegenüber dem Vorquartal mit einer Marge von 38,0 Prozent konnte eine Steigerung um 0,5 Prozentpunkte erzielt werden. Mit 44,5 Millionen US-Dollar hat sich das EBIT im vierten Quartal 2012 im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Bezogen auf das Gesamtjahr ist das EBIT um 48 Prozent auf 91 Millionen Euro gestiegen. Die Zahlen im Detail sind hier zu finden.

Keine Überraschung

Für das laufende erste Quartal rechnet Vorstandschef Bagherli im Vergleich zum Schlussquartal 2012 mit einem "saisonal" bedingt niedrigeren Umsatz zwischen 177 und 187 Millionen Dollar. Dahinter stecke das überraschend starke vierte Quartal. In Relation zum Vorjahresquartal dürften die Erlöse aber zulegen, das gilt auch für das Gesamtjahr. Die Auftragseingänge stimmten zuversichtlich, beim Umsatz auf Jahressicht wachsen zu können. Wegen neuer Produkte sei mit einem deutlich stärkeren Geschäft in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen. Die Bruttomarge werde zum Jahresstart "geringfügig" niedriger ausfallen als im Schlussquartal. Zwischen Oktober und Dezember lag sie bei 38,5 Prozent.

Aktie kaufenswert

Die Dialog-Aktie leidet weiterhin unter der Skepsis gegenüber dem Großkunden Apple. Dennoch: Die fundamentalen Rahmendaten stimmen. Ein KGV von 14 für 2013 und 10 für 2014 sind angesichts der hohen zweistelligen Wachstumsraten alles andere als teuer. Dennoch tendiert die Aktie nach der Bilanzvorlage schwächer. Es ist durchaus denkbar, dass es den Wert noch einmal günstiger gibt. Für risikobereite Anleger bietet sich ein Abstauberlimit zwischen 12,00 und 12,50 Euro mit einem Stopp bei 10,90 Euro an.

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