Dialog Semi
- Michael Schröder - Redakteur

Dialog Semiconductor: Real-Depot-Wert startet durch

Die Aktie des Halbleiterzulieferers Dialog Semiconductor stand im Juni deutlich unter Druck. Doch mit dem Monateswechsel deutet sich bei dem TecDAX-Wert eine Trendwende an. Der Kurs zieht wieder kräftig an. Auslöser für die neue Kauflust ist die Übernahme des US-Unternehmens iWatt.

Dialog Semiconductor will sein zuletzt schwächelndes Geschäft mit einer Übernahme des LED-Herstellers iWatt wieder auf Trab bringen. Den Kauf lassen sich die Kirchheimer bis zu 345 Millionen Dollar (rund 264 Millionen Euro) kosten. Damit soll vor allem das Geschäft mit Ladegeräten für Smartphones und Tablets sowie LED-Lösungen für die Lichtbranche vorangetrieben werden. "iWatts Kunden wie Samsung, HTC und Nokia sind bestens aufgestellt im stark wachsenden Markt für mobile Endgeräte", erklärt Dialog-Chef Jalal Bagherli. Die Produkte von iWatt passten gut zu denjenigen, die Dialog bereits im Bestand hat. "Im Segment der LED-Leuchten zählen GE, Osram und Philips zu den Kunden, mit denen wir unseren Umsatz künftig weiter steigern wollen", führt der Firmenchef aus.

Gute Nachricht

"Dies ist eine gute Nachricht", begrüßt auch Harald Schnitzer von der DZ-Bank den Zukauf - und bestätigt seine Kaufempfehlung mit Kursziel 13 Euro. Dialog habe nach einer langen Suche ein Unternehmen gefunden, das gut in die Strategie passe, so der Analyst. Ebenfalls Positiv: Damit verringert der TecDAX-Konzern die Abhängigkeit vom Geschäft mit Apple.

Kursziel 14,50 Euro

Die Privatbank Berenberg ist noch etwas optimistischer und hat die Einstufung für Dialog Semiconductor nach der Übernahme von iWatt auf "Buy" mit einem Kursziel von 14,50 Euro belassen. Es sei gut, dass der Konzern sich nun breiter aufstelle und entsprechende Schritte in Richtung Diversifizierung unternehme, so Analyst Ali Farid Khwaja. Dies sollte Dialog auf dem Weg zu einigen seiner strategischen Ziele stützen und die Bruttomarge verbessern. Allerdings habe der Halbleiterhersteller einen hohen Preis für die Übernahme gezahlt.

Schnelle Erfolge

Die erste Tranche von 310 Millionen Dollar könne das Unternehmen aus der Kasse bezahlen. Ob Dialog noch mehr zahlen muss, hängt von der Entwicklung des Geschäfts ab. Hier rechnet Vorstand Bagherli mit schnellen Erfolgen. Die Übernahme soll sich bereits im ersten Quartal nach Abschluss des Zukaufs positiv auf den bereinigten Gewinn je Aktie auswirken.

Chance auf Gegenbewegung

Nach dem Kursverlust von rund 30 Prozent innerhalb eines Monats, ist bei Dialog Semiconductor eine charttechnische Gegenbewegung überfällig. Die Übernahme sollte für die notwendigen Impulse sorgen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Stefan Limmer | 0 Kommentare

TSI Premium: Diese Aktie steigt unaufhaltsam!

Die Börsenampel von TSI Premium steht seit geraumer Zeit auf Rot. Das bedeutet, dass keine neuen Aktien in das Portfolio des Börsendienstes gekauft werden. Damit sichert sich TSI Premium in turbulenten Börsenphasen gegen starke Drawdowns ab. Auch wenn das TSI Premium Depot aktuell mit angezogener … mehr