Dialog Semi
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Dialog Semiconductor: Nach RIM-Zahlen Vorsicht geboten?

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) brach gestern nach schlechten Quartalszahlen ein. Sorgen die Absatzprobleme beim Kunden auch für Probleme beim Chip-Entwickler Dialog?

Der Smartphone-Markt boomt, daran gibt es angesichts der Marktdaten keinen Zweifel. Am Blackberry-Hersteller RIM geht dieser Boom jedoch anscheinend vorbei. Die RIM-Aktie ist gestern Abend nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen um 19 Prozent eingebrochen. Der Gewinn im zweiten Geschäftsquartal halbierte sich auf 329 Millionen Dollar. Die Auslieferungen von Smartphones schrumpften im Jahresvergleich von 12,1 Millionen auf 10,6 Millionen Geräte. Auch vom Playbook-Tablet setzte RIM nur 200.000 Stück ab.

Belastung nur kurzfristig

Die Zahlen könnten auch die Dialog-Aktie kurzfrsitig belasten, da die TecDAX-Firma unter anderem beim Playbook die Power-Management-Chips stellt. Allerdings sollte man im Falle von Dialog die Schwäche bei RIM nicht überbewerten. Denn Schwächen bei RIM führen zu stärkeren Verkäufen bei der Konkurrenz, insbesondere bei Apple. Apple verkaufte im letzten Quartal über 20,3 Millionen iPhones und deutlich über 9,3 Millionen iPads. Mit der Produktion kommt der größte Dialog-Kunde kaum nach.

Trade läuft

Sollte es tatsächlich zu einer Kursschwäche im Zuge der RIM-Berichterstattung kommen, wäre das eine erneute Einstiegschance. Die Tradingempfehlung vom 13. September läuft noch. Es bestehen gute Chancen, dass Dialog den Abwärtstrend in Angriff nimmt. Bei einem Ausbruch winken weitere Gewinne bis zunächst 14,80 Euro. Der Stopp für die Tradingposition sollte auf 12,80 Euro nachgezogen werden.

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