Dialog Semiconductor
- Markus Horntrich - Chefredakteur

AKTIONÄR-Top-Tipp Dialog Semiconductor: Wiederholt sich die Geschichte?

Wie wichtig ist China für Dialog Semiconductor? Wie schlimm ist es, wenn Großkunde Apple langsamer wächst? DER AKTIONÄR erklärt, warum Sie die Aktie des Chip-Spezialisten auf keinen Fall abschreiben sollten.

An den 24. August 2015 werden sich die Anleger immer erinnern. An den schwarzen Montag, als DAX, Dow Jones und Co rekordverdächtige Verluste einstecken mussten. An diesem Tag ist auch der Musterdepotwert des AKTIONÄR Dialog Semiconductor unter den Stopp gerutscht. Kurze Zeit später wurde die Aktie wieder zurückgekauft: DER AKTIONÄR ist davon überzeugt, dass sich der Mut auszahlen wird. Aus mehreren nachvollziehbaren Gründen.

Dialogs wichtigster Kunde Apple erwirtschaftet in China rund ein Viertel seiner Umsätze. Eine Wachstumsverlangsamung würde auch die TecDAX-Firma treffen. Wäre da nicht ein Punkt, den viele Anleger in der Panik nicht bedacht haben. Das iPhone ist vor allem bei der gehobenen Mittelschicht beliebt. Innerhalb der vergangenen zwei Monate hat jede Mittelschicht-Familie im Schnitt 135.000 Euro an der chinesischen Börse verloren. Es ist klar, dass diese Einbußen die Konsumlaune bei Luxusartikeln bremsen könnten. Wer keine teuren Geräte kauft, greift womöglich auf günstigere zurück.

Dialog hat die Umsatzbasis längst auf mehrere asiatische Smartphonehersteller erweitert. Zu nennen sind hier neben Samsung auch Huawei und Xiaomi. Diese Hersteller könnten zu den großen Profiteuren gehören, sollte die Nachfrage tatsächlich von Highend-iPhones zu höhervolumigen Mid- und Low-Level- Geräten umschwenken. Bereits in Ausgabe 35/2015 hat der aktionär vorgerechnet, welches zusätzliche Potenzial in den neuen chinesischen Kunden steckt. Allein bei Xiaomi geht es im günstigen Fall in den dreistelligen Millionenbereich. Ein langsameres China-Wachstum bei Apple kann Dialog durch neue chinesische Kunden wettmachen.

Seit dem Beginn der Rallye über fast 500 Prozent seit dem Tief im April 2013 musste das Dialog-Papier mehrmals heftige Korrekturen verdauen – mittlerweile vier an der Zahl mit Einbußen von 21 bis 36 Prozent. In der Vergangenheit waren das die besten Kaufgelegenheiten im intakten langfristigen Aufwärtstrend. Die wichtigen Marken auf Schlusskursbasis auf der Unterseite: der Aufwärtstrend bei 36,80 Euro und die Horizontale bei 39 Euro. Der nächste Widerstand wartet bei 47,50 Euro. Dort liegt das erste Trading-Kursziel des AKTIONÄR.

Aber nicht nur in China dürfte das Wachstum für den Chip-Entwickler noch nicht zu Ende sein. Bei der Apple Watch, die Dialog ebenfalls mit Chiplösungen bestückt, deuten sich erste Erfolge an. 1,9 Millionen Stück soll Apple im Juniquartal verkauft haben. Zum Vergleich: Bei der Einführung des iPhones waren es im ersten Verkaufsquartal 1,4 Millionen. Der Erfolg kam erst mit der Zeit. Gerade in den USA müssen die Aktionäre derzeit nicht darauf warten. Beim Retailer Best Buy waren Apple- Produkte hauptverantwortlich für die vor wenigen Tagen veröffentlichten guten Zahlen. Vor allem die Nachfrage nach der Apple Watch sei stark gewesen, so Best-Buy-Chef Hubert Joly.

Diese Entwicklung beim Großkunden dürfte sich auch in den Folgemonaten fortsetzen. In wenigen Tagen wird das neue iPhone präsentiert, das für Dialog neue Impulse liefern wird. Weitere Produktneuheiten seitens des Chipzulieferers stehen in den Startlöchern: Powermanagement- Chips für Computersysteme – womöglich ein neues Betätigungsfeld bei Apple – und Schnellladetechnologien, für die Samsung als Abnehmer gehandelt wird. Das lässt auch Dialog-Chef Jalal Bagherli zuversichtlich auf das zweite Halbjahr blicken: „Wir werden ein starkes zweites Halbjahr abliefern.“ Das Potenzial mit Samsung als Kunde für Schnellladetechnologie schätzt der aktionär auf 150 Millionen Dollar. Kommt zudem ein Auftrag für Powermanagement- Chips für den Mac, sind 50 Millionen Dollar zusätzlich möglich.

DER AKTIONÄR ist voll überzeugt von der Aktie, sodass sie erneut zum Kauf empfohlen wird.

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