CEPHEID
- DER AKTIONÄR

Diagnose: Kaufen!

Vor wenigen Wochen hat in Deutschland das Vogelgrippe-Virus H5N1 erneut für Unruhe gesorgt. Eine schnelle Bestätigung des Virus ist dabei für die Behörden von großer Wichtigkeit, wenn es darum geht, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Automatisierte Diagnostiksysteme für diese Zwecke entwickelt unter anderem das 1996 gegründete Biotechunternehmen Cepheid.

Molekulare Diagnostik zählt zu den am stärksten wachsenden Zukunftsmärkten weltweit. Cepheid ist einer der führenden Systemanbieter auf diesem Gebiet.

Vor wenigen Wochen hat in Deutschland das Vogelgrippe-Virus H5N1 erneut für Unruhe gesorgt. Eine schnelle Bestätigung des Virus ist dabei für die Behörden von großer Wichtigkeit, wenn es darum geht, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Automatisierte Diagnostiksysteme für diese Zwecke entwickelt unter anderem das 1996 gegründete Biotechunternehmen Cepheid.

Infektionen treiben Wachstum

Spezialgebiet der kalifornischen Firma ist die sogenannte Molekulare Diagnostik – Diagnostiksysteme für die Erkennung von H5N1-Viren sind da nur ein kleiner Teil des Portfolios. Auf Basis der eigens entwickelten GeneXpert- Plattform vermarktet Cepheid vollautomatische Diagnosesysteme für klinische und industrielle Anwendungen sowie für militärische oder behördliche Zwecke, zum Beispiel bei der Bedrohung durch Biowaffen. Das größte Wachstumspotenzial sieht Cepheid-Chef John Bisohop derzeit im klinischen Bereich, hauptsächlich zur Vermeidung von Infektionen in Krankenhäusern. Typisches Anwendungsbeispiel: der Nachweis des Methicillin- resistenten Staphylococcus aureus (MRSA). Das sind antibiotikaresistente Stämme von Staphylokokken, die insbesondere in Krankenhäusern auftreten. MRSA gilt als Hauptursache dafür, dass sich in den USA jährlich rund 1,7 Millionen Patienten eine Infektion im Krankenhaus einfangen, an deren Folge circa 100.000 sterben. Dem Medizinsektor entstehen dadurch Kosten von 50 Milliarden Dollar im Jahr.

FDA-Zulassung erhalten

Genau für dieses Problem hat Cepheid das vollautomatische Diagnostiksystem Xpert MRSA entwickelt, das von der US-Gesundheitsbehörde FDA im April 2007 die Zulassung erhalten hat. Erste Kliniken haben das System bereits bestellt – Bishop rechnet weiterhin mit einer regen Nachfrage. Zudem erwartet er mittelfristig die Marktzulassung von weiteren Produkten, die in Kooperation mit The Foundation for Innovative New Diagnostics (gegen Tuberkulose), Centers for Disease Control and Prevention (Vogelgrippe, Grippe Typ A und B) sowie Instrumentation Laboratories (Hämostase) entwickelt werden. Für das Geschäftsjahr 2007 rechnet Bishop daher mit einem kleinen Umsatzsprung auf 112 bis 120 Millionen Dollar, nach 82 Millionen Dollar 2006. Dabei dürfte im laufenden Jahr noch ein Verlust von 0,30 Dollar je Aktie anfallen, 2008 will er mit Cepheid jedoch profitabel werden.

Allzeithoch im Visier

Der Markt für Molekulare Diagnostik ist in Bewegung, was nicht zuletzt die letzten M&A-Transaktionen in der Branche zeigen. Nachdem Cepheid den Widerstand bei 13,56 Dollar überwinden konnte, ist aus technischer Sicht der Weg bis zum alten Hoch bei 27,50 Dollar frei. Der zu erwartende positive Newsflow dürfte zudem die fundamentalen Voraussetzungen für weitere Kursavancen schaffen. Die Diagnose lautet daher: kaufen.

Kursziel bei Cepheid: 19,00 Euro. Stopp: 9,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 31/2007.

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