KRISPY KREME DOUG...
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Diät - na und!?

Wer glaubt, dass etwas vermeintlich Banales wie Gebäck nicht für Kapriolen an der Börse sorgen kann, der irrt. Der Aktienkurs von Krispy Kreme Doughnuts jedenfalls zeigt etwas anderes: In den vergangenen 15 Monaten hat sich die Notierung der Donut-Kette aus South Carolina auf knapp 13 Dollar nahezu verdreifacht – nachdem sie sich in den zwei Jahren zuvor im Wert gezehntelt hatte.

Die Donut-Kette Krispy Kreme ist wieder auf Erholungskurs. Der richtige Zeitpunkt zum Einstieg in die Aktie?

Wer glaubt, dass etwas vermeintlich Banales wie Gebäck nicht für Kapriolen an der Börse sorgen kann, der irrt. Der Aktienkurs von Krispy Kreme Doughnuts jedenfalls zeigt etwas anderes: In den vergangenen 15 Monaten hat sich die Notierung der Donut-Kette aus South Carolina auf knapp 13 Dollar nahezu verdreifacht – nachdem sie sich in den zwei Jahren zuvor im Wert gezehntelt hatte. Die Aktie hatte sogar bereits einmal, im Sommer 2003, bei 50 Dollar gestanden. Danach war der Kurs allerdings abgestürzt, weil Krispy Kreme auf dem Höhepunkt des Trends der Atkins-Diät – eine Diät, die Kohlehydrate verbietet und damit der natürliche Feind des Donuts ist – seine Geschäftstätigkeiten ausbaute.

Eine halbe Milliarde Umsatz

Auf einer Investorenkonferenz Mitte letzter Woche gab das Unternehmen bekannt, dass es beginne sich von den Rückschlägen der vergangenen Jahre zu erholen. Warum auch nicht? Trotz aller Diäten gehört der Donut, ein ringförmiges Hefegebäck, das in etwa mit dem deutschen Krapfen vergleichbar ist, zum US-amerikanischen Lifestyle wie das Stück Torte zur deutschen Kaffeekultur. Im Heimatland des Fast Foods genehmigen sich viele Amerikaner einen Donut zum Frühstück, in der Mittagspause oder nach der Arbeit. Und das sorgt für einen Riesenmarkt: Krispy Kreme wird im laufenden Geschäftsjahr, das im Januar 2008 endet, nach Analystenschätzungen rund 520 Millionen Dollar umsetzen.

Neuer Schwung

Der Turnaroundkurs, den der Konzern nach einem Führungswechsel im vergangenen Frühjahr eingeschlagen hat – Daryl Brewster, früher Manager beim Nahrungsmittelkonzern Kraft, wurde als Vorstandschef eingesetzt –, bekam jüngst neuen Schwung: Mitte vorletzter Woche wurden Spekulationen bekannt, der Konzern habe einen möglichen Partner zur Umschuldung gefunden. So wurde die Bank Credit Suisse als Finanzierer gehandelt. Die wollte das zwar nicht kommentieren. Die Spekulation reichte aber aus, dass Anleger mit ihren Käufen für ein fast zehnprozentiges Plus der Krispy-Kreme-Aktie sorgten.

Lecker!

Die Aktie von Krispy Kreme Doughnuts ist nichts für konservative Anleger. Allein schon aufgrund des Schuldenbergs des Konzerns von rund 120 Millionen Dollar, dem ein Cash-Bestand von 35 Millionen gegenübersteht, bringt ein Investment ein gewisses Risiko mit sich. Allerdings bietet sich bei einer Fortsetzung des Turnaroundkurses auch die Chance auf einen Wertzuwachs von rund 50 Prozent.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 07/2007.

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