- Marion Schlegel - Redakteurin

Deutschland reißt sich um Gold

Die Sorgen um die im Ausland gelagerten deutschen Goldreserven werden größer. Bereits seit geraumer Zeit kritisieren Experten die Lagerung außerhalb Deutschlands. Der Bundesrechnungshof fordert die Bundesbank nun auf, den Wert des Goldes zu prüfen.

Deutschland verfügt über einen Goldschatz im Wert von vielen Milliarden Euro und damit nach den USA über die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Allerdings liegen die Goldbarren nicht, wie wohl viele vermuten würden, in den eigenen Tresoren der Bundesbank in Frankfurt, sondern zu einem großen Teil in den Safes ausländischer Notenbanken wie Paris, London oder New York. Die Ursachen für die Verteilung im Ausland sind im Kalten Krieg zu suchen. Das Gold sollte in Sicherheit liegen, nicht zu nahe am Ostblock. Heute ist dieser Schutz allerdings nicht mehr nötig und die Stimmen werden lauter, dass Deutschland die Goldreserven zurückholen soll.

Rückholungsaktion

Auf Drängen des Bundesrechnungshofs hat die Bundesbank nun angekündigt, einen Teil der im Ausland lagernden Goldreserven nach Deutschland zu bringen und dort untersuchen zu lassen. In den kommenden drei Jahren sollen demnach jeweils 50 Tonnen des bei der Fed liegenden Goldes einem Check in Deutschland unterzogen werden. Allerdings ist das nur ein Bruchteil der deutschen Goldreserven, die auf 3.396 Tonnen geschätzt werden. Experten fordern deswegen eine komplette Lagerung in Deutschland. Vorausgesetzt das Gold ist auch wirklich noch da.

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