Daimler
- Andreas Deutsch - Redakteur

Diese Aktien kaufen die Profis jetzt

Deutsche Bank? Deutsche Telekom? Oder doch lieber einen US-Techwert wie Facebook oder Apple? An der Börse wimmelt es an Chancen – die Liste mit attraktiven Aktien ist lang. DER AKTIONÄR hat Profis gebeten, bei der Wahl behilflich zu sein.

Frank Ringelstein, Fondsmanager des R&P Universal Fonds (WKN: 531 696), setzt auf Apple. „Auch wenn Apple jeder kennt und die Aktie schon von jedem empfohlen wurde, ist sie wirklich noch nicht zu teuer“, meint der Profi. „Das neue iPhone verkauft sich gut. Auch die Apple Watch dürfte ein Erfolg werden – allerdings wird das iPhone der Hauptumsatz- und gewinntreiber bleiben.“

Ebenfalls ein Kauf für Ringelstein ist Nestlé. „In diesem Jahr hat sich die Aktie nicht sonderlich bewegt, man muss also keine Angst haben, den Kursen hinterherzulaufen. Bei Nestlé gefällt mir neben den vielen Verkaufsschlagern, die der Konzern im Angebot hat, die Dividendenrendite von derzeit drei Prozent. „Mir ist eine Dividendenrendite von drei, von mir aus auch nur zwei Prozent lieber als eine Rendite von fünf Prozent, wenn sich in letzterem Fall der Aktienkurs nicht bewegt. Bei Nestlé ist er in den vergangenen Jahren fast stetig gestiegen.“

Chancen in Deutschland

In Deutschland favorisiert Ringelstein unter anderem Daimler. „Die Zahlen für das dritte Quartal waren gut, die Produkte sind top. Wer die deutsche Konjunkturkarte spielen will, liegt mit Daimler richtig.“

Auch der Anlagenbauer Gea gefällt ihm. „Die Aktie hat jüngst ein neues Allzeithoch gemacht. Sie wird weiter steigen, da bin ich mir sicher“, sagt der Profi. Das gilt seiner Meinung nach auch bald wieder für Linde. „Die Probleme in Russland sind im Kurs eingepreist. Die Aktie hat Überraschungspotenzial.“

DAX bei 12.000

Überhaupt ist Ringelstein für Deutschland optimistisch. „Ich erwarte keine Rezession, weil es einfach zu viel verfügbares Öl gibt im Moment. Die produzierende Industrie profitiert vom niedrigen Ölpreis, was der Konjunktur gut tut. Außerdem ist der Dollar sehr fest. So weit ich mich erinnere, hat sich der deutsche Aktienmarkt immer gut entwickelt, wenn der Dollar stark war.“ Ringelstein würde es insofern nicht wundern, wenn der DAX im Jahr 2016 bei 12.000 Punkten oder höher steht. „Wenn die Börse sich weiter so gut entwickelt, dann sind viele institutionelle Investoren quasi gezwungen, mehr Aktien zu kaufen.“

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