Deutsche Telekom
von Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Deutsche Telekom: T-Aktie weiter im Abwärtssog

Die Aktie des DAX-Konzerns hat ihre Verluste in der letzten Handelswoche ausgebaut und ist unter eine erste wichtige Unterstützung gerutscht. Medienberichten zufolge wollen einflussreiche Aktionäre die geplante Fusion zwischen T-Mobile USA und MetroPCS verhindern.

Nach dem US-Investor Schoenfeld könnte sich nun mit dem Anteilseigner Paulson & Co ein weiterer Aktionär von MetroPCS gegen die Fusion aussprechen. Laut Bloomberg kritisierte der Großaktionär (8,7 Prozent Anteil) des fünftgrößten US-Mobilfunkers unter anderem die hohen Schulden eines gemeinsamen Unternehmens. Das Umtauschverhältnis bezeichnte er als "zur niedrig für die Aktionäre."

T-Aktie bricht ein

Die Anleger der Deutschen Telekom hatten wohl mit viel gerechnet, nur nicht mit einem möglichen Scheitern des Deals zwischen T-Mobile USA und MetroPCS. Entsprechend heftig fiel die Reaktion am Aktienmarkt aus.

Die T-Aktie, seit Tagen schon in schwacher Verfassung, verlor am Freitag auf Xetra weitere 3,3 Prozent an Wert und schloss bei 8,19 Euro auf dem niedrigsten Stand seit Mitte November 2012. 

"Es könnte für MetroPCS klüger sein, unabhängig zu bleiben und sich nach besseren Alternativen umzusehen", sagte Paulson.

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Nach dem gescheiterten Deal zwischen T-Mobile USA und AT&T galt die Fusion mit dem kleineren Mobilfunker vielen als Notlösung. Der Kurs der T-Aktie rutschte in den Wochen nach bekannt werden der Pläne um 16 Prozent ab.

Der zunehmende Widerstand der Metro-Anteilseigner entbehrt deshalb nicht einer gewissen Ironie.

T-Mobile USA ist nach AT&T, Verizon und Sprint der viertgrößte Mobilfunkanbieter in den USA. Die Tochter des Bonner Telekomriesen kämpft in dem hart umkämpften Markt seit Langem mit rückläufigen Kundenzahlen und hohen Verlusten. 

DER AKTIONÄR hat zuletzt auf die Gefahr weiterer Verluste bei der T-Aktie hingewiesen. Der Deal mit MetroPCS ist trotz der Kritik der Großaktionäre nicht tot, könnte sich aber länger hinziehen als erwartet und - sofern sich Paulson und Co durchsetzen - zu ungünstigeren Bedingungen für die Deutschen über die Bühne gehen. 

Charttechnisch hat sich die Lage für die T-Aktie eingetrübt. Der Aufwärtstrend wurde nach unten durchbrochen und nun fehlt es an Katalysatoren für eine Trendwende. Erweist sich die Unterstützung bei 8,16 Euro (im Chart grün markiert) als zu schwach, dürfte das Papier Kurs auf das 2012er-Tief bei 7,69 Euro nehmen.

(Anm. d. Red.: Die Deutsche Telekom plant natürlich ihre US-Tochter T-Mobile USA mit MetroPCS verschmelzen. In einer früheren Version des Artikels war von T-Online USA die Rede. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.)

| Stefan Limmer | 0 Kommentare

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