Deutsche Telekom
- Maximilian Völkl

Deutsche Telekom: Die negativen Folgen der Sprint-Fusion…

Bei der Deutschen Telekom läuft am heutigen Donnerstag die Hauptversammlung. Angesichts zahlreicher offener Themen wie der 5G-Auktion oder der anstehenden Fusion mit Sprint gibt es viele Fragen an Konzernchef Timotheus Höttges. So könnte es beispielsweise zu einer heftigen Kürzung der Dividende kommen.

Laut den vorab veröffentlichten Redetexten will sich Höttges zwar nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Dennoch sollten vor allem Dividendenjäger wachsam sein. Höttges betonte, dass ein Erfolg der Sprint-Übernahme mit Anlaufkosten verbunden wäre. Die Dividende sei in diesem Fall mit dem Minimalwert von 50 Cent abgesichert. Bei einem Veto der Kartellbehörden orientiert sich die Dividende weiter am bereinigten Gewinn je Aktie. Dieser liegt aktuell bei 96 Cent und soll bis 2021 auf 1,20 Euro steigen.

Noch ist völlig offen, ob die Fusion der US-Tochter genehmigt wird. Laut Thomas Deser von Union Investment sieht der Markt die Wahrscheinlichkeit eines Deals derzeit bei 50 Prozent. Höttges wollte sich dazu nicht konkret äußern. Die Fusion sei gut für den Wettbewerb in Amerika, für die Kunden und die Arbeitsplätze, sagte er. Unter anderem könnten beide gemeinsam schneller ein 5G-Netz aufbauen.

Halteposition

Nicht nur eine mögliche US-Fusion wird teuer. Auch beim Aufbau des 5G-Netzes kommen hohe Kosten auf die Deutsche Telekom zu. Dennoch wäre eine Dividendenkürzung nicht erfreulich, immerhin sind die hohen Renditen bei der T-Aktie für viele enttäuschte Anleger seit Jahren das einzige Trostpflaster. Anleger sollen aufgrund der komplexen Lage nichts überstürzen und abwarten. Wer dabei ist, beachtet unverändert den Stopp bei 12,50 Euro.


Gelingt die Sprint-Fusion, könnte es 2020 weniger Dividende geben als bisher erwartet.

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