- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Deutsche Telekom: Analysten sehen Potenzial von 40 Prozent

Europas größter Telekomkonzern hat mit seinen Zahlen für das dritte Quartal die Prognosen übertroffen. Die Aktie tendiert am Nachmittag dennoch leicht im Minus - und eröffnet Langfristinvestoren dadurch eine attraktive Einstiegschance.

Mit knapper Mehrheit hat das griechische Parlament am Mittwochabend ein Sparprogramm über 13,5 Milliarden Euro verabschiedet. Ohne den Beschluss, mit dem sich Griechenland 31,5 Milliarden Euro an Auslandshilfen sichert, wäre das Land de facto pleite gewesen. Im Anschluss an die Parlamentssitzung kam es zwischen gewaltbereiten Demonstranten und der Polizei zu massiven Zusammenstößen. Am Donnerstag setzt sich das Chaos an der griechischen Börse fort. Insbesondere die Aktien von Finanzinstituten geraten unter Beschuss und verlieren stark an Wert.

Regierung Samaras wackelt

Ein Sprecher der Sozialisten reagiert am Tag nach der Abstimmung äußerst gereizt: "Lasst uns in Ruhe. Hier brennt es. Wir brechen auseinander." Zwar hat die Regierungskoalition ein neues Sparpaket durchgebracht - aber nur mit denkbar knapper Mehrheit.

Das Parteienbündnis wackelt bedrohlich. Sozialistenchef Evangelos Venizelos musste noch in der Nacht sechs Abweichler aus der Fraktion ausschließen. Nicht viel besser ist die Lage beim größeren Koalitionspartner, der Nea Dimokratia von Regierungschef Antonis Samaras. Auch er schloss einen Abweichler aus seiner Fraktion aus. Nur fünf Monate nach der Bildung der Koalition aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken schrumpft die Regierungsmehrheit im Parlament damit gefährlich zusammen.

Aktienkurse brechen ein

An der Börse in Athen reagieren die Anleger auf die Nachrichtenlage - Gewalt, Chaos, Streik und immer neue Sparprogramme - extrem nervös. Der griechische Leitindex ASE bricht um 2,3 Prozent auf 806,85 ein. Größte Verlierer im Index sind Finanzwerte, die im Schnitt 5,1 Prozent verlieren, gefolgt von den Versorgern. 

Die Talfahrt an der Börse könnte sich fortsetzen, denn bereits am kommenden Sonntag steht mit der Billigung des Haushalts die nächste wichtige Entscheidung an und die Regierungsmehrheit ist zuletzt von 176 auf 153 Parlamentarier geschrumpft.

AKTIONÄR-Empfehlungen kaum betroffen

DER AKTIONÄR hat in den letzten Monaten mit Public Power und Hellenic Telecom (HOT) zwei Griechen-Aktien zum Kauf empfohlen. Während der Versorger Public Power mehr als 100 Prozent im Wert gestiegen ist (seit Juni 2012!) und das Kursziel erreicht hat, beträgt das Plus bei HOT 61 Prozent.

Fazit: Chaostage in Athen! Investierte Anleger sollten an ihren Positionen festhalten und die Stoppkurse im Auge behalten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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