Deutsche Postbank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Postbank erneut mit roten Zahlen

Die Deutsche Postbank hat erneut einen operativen Verlust verbucht. Das Kreditinstitut muss für das Jahr 2009 einen Vorsteuerverlust von 398 Millionen Euro ausweisen. Nur dank eines Steuerlichen Sondereffekts konnte der Konzern einen Gewinn von 76 Millionen Euro ausweisen. Im Vorjahr belief sich das Minus noch auf 1,1 Milliarden Euro.

Wie die Deutsche Postbank heute überraschend mitteilte, hat das Institut auch 2009 rote Zahlen geschrieben. Der Vorsteuerverlust des Bonner Konzerns belief sich auf 398 Millionen Euro. Ein Grund hierfür waren weitere Abschreibungen auf strukturierte Kreditpapiere sowie Immobilienkredite in den USA und in Großbritannien. Dank eines positiven Steuereffekts konnte die Postbank nach Steuern einen Gewinn von 76 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte die Postbank noch einen Verlust von 1,06 Milliarden Euro eingefahren. Zur Unternehmensmeldung.

Besserung in Sicht

Nachdem die Risikovorsorge 2009 von 498 auf 681 Millionen Euro angestiegen ist, rechnet die Postbank nun mit einer Besserung der Lage. Demnach dürfte die Höhe der Wertberichtigungen und der Risikovorsorge 2010 sinken. Zudem habe sich das Kundengeschäft im vierten Quartal erneut positiv entwickelt. Die Kernkapitalquote erhöhte sich indes von 7,2 auf 7,6 Prozent. Details will die Postbank am 25. Februar bekannt geben.

Hoffen auf die Übernahme

Angesichts der weiterhin schwachen operativen Entwicklung und der trüben Perspektiven lebt die Aktie der Postbank fast ausschließlich von der Hoffnung auf eine baldige Übernahme durch die Deutsche Bank, was derzeit nicht unwahrscheinlich ist. Wer darauf spekulieren will, sollten den Stoppkurs bei 18,50 Euro platzieren, das Kursziel beträgt 30 Euro.

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