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- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche-Post-Finanzchef: "Die Aktie ist nicht überbewertet"

Geht es nach den Worten von Larry Rosen, seines Zeichens Finanzvorstand der Deutschen Post, hat die "Aktie Gelb" noch Luft nach oben. Im Gespräch mit DAF-US-Korrespondent Manuel Koch erklärt er auch warum.

Kurz nach Bekanntgabe der Quartalsbilanz traf sich DAF-US-Korres­pondent Manuel Koch mit dem Finanzchef der Deutschen Post, Larry Rosen, in New York zum Gespräch. Rosen machte darin deutlich, dass er noch Potenzial in der Aktie sieht und künftige Dividendenerhöhungen nicht ausschließen will.

Manuel Koch: Herr Rosen, wie zufrieden sind Sie mit dem ersten Quartal und welche Bereiche liefen besonders gut?

Larry Rosen: Es war ein sehr solides Auftaktquartal. Insbesondere das Paketgeschäft in Deutschland sowie das internationale Expressgeschäft, TDI, sind in den letzten Quartalen stark gewachsen. Verglichen mit dem ersten Quartal 2012 sind die täglichen Sendungsvolumina in beiden Bereichen um fast zehn Prozent gestiegen. Angesichts der Trends im E-Commerce und Online-Shopping sehen wir zukünftig weiteres Wachstum.

Bereiten Ihnen Konkurrenten wie UPS oder Fedex Sorgen?

Nein. Derzeit wachsen wir schneller als der Gesamtmarkt. Die besondere Stärke unseres Expressgeschäfts ist unsere Präsenz in den Schwellenländern. Seit den späten 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre investieren wir in Asien, Lateinamerika und dem Mittleren Osten und sind dort die absolute Nummer 1. Und diese Märkte wachsen auch sehr schnell. Die Marktführerschaft im TDI-Geschäft werden wir ausbauen.

In welchen Bereichen möchten Sie sich noch verbessern?

Insgesamt bei DHL. Das wird der zukünftige Wachstumstreiber für die Deutsche Post DHL. Wir glauben nach wie vor, dass der globale Handel schneller wachsen wird als das weltweite Bruttoinlandsprodukt, etwa eineinhalb bis zweimal schneller. Und wegen unserer Position in den Schwellenländern, den Märkten, welche derzeit am schnellsten wachsen, haben wir sehr gute Aussichten für alle drei DHL-Bereiche.

Warum sollte ein Privatanleger die Aktie der Deutschen Post kaufen?

Die Deutsche Post ist ein sehr solides Unternehmen mit gutem Wachstums­potenzial. Hinzu kommt eine attraktive Dividende mit etwa vier Prozent Rendite. Aus unserer Sicht ist das Papier nicht überbewertet.

Könnte es 2014 eine Dividendenerhöhung geben?

Festlegen möchte ich mich nicht. Aber der Trend für unsere Performance und auch die Dividende sollte natürlich weiter aufwärts gerichtet sein.

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Dass es mit der "Aktie Gelb" weiter gut läuft, dafür dürften vor allem der florierende Versandhandel über das Internet und das boomende Geschäft mit Expresssendungen in den Schwellenländern sorgen. Zusätzliche Kursfantasie gewährleistet die im Vergleich zur Konkurrenz nach wie vor günstige Bewertung und die Dividendenrendite von rund 3,5 Prozent.

Tipp des Tages

Wer mehr Rendite als mit der Post-Aktie erzielen will, sollte auf den Tipp des Tages vom 6. Juni setzen und in den Optionsschein CZ3 Q5B von der Commerzbank investieren. Mit dem Papier ist eine dreistellige Rendite möglich, sollte der Gelbe Riese bis Herbst 2014 auf etwa 25 Euro steigen.

Das vollständige Interview finden Sie unter www.daf.fm.

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