Deutsche Post
- Maximilian Völkl

Deutsche-Post-Aktie: Wohin geht die Reise?

Seit Jahresbeginn haben die Papiere der Deutschen Post bereits über 20 Prozent verloren. Durch die jüngsten Verluste hat sich inzwischen auch ein steiler Abwärtstrend ausgebildet. Am Freitag sorgt der Logistikkonzern nun wieder einmal für erfreulichere Nachrichten.

In Zukunft will die Deutsche Post stärker ins Reisegeschäft einsteigen. „Wir vergrößern unser Angebot von 300 auf 30.000 Reisen, die wir gleichzeitig anbieten“, sagte Joachim Wessels, Geschäftsführer für Postbus und Post-Reisen, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im ersten Jahr lag der Schwerpunkt auf Kurzreisen innerhalb Deutschlands. Nun soll auch eine fünfstellige Zahl an Hotelangeboten, die mit Flugreisen erreicht werden, dazukommen.

Für die neuen Pläne kooperiert der DAX-Konzern mit Eurotours. Das österreichische Unternehmen hat nach eigenen Angaben 1,3 Millionen Kunden und gestaltet Reisen, die unter dem Namen des Partners, der die Werbung übernimmt, verkauft werden. Von der Erweiterung der Reisesparte soll bei der Deutschen Post aber auch der Postbus profitieren. Seit drei Jahren bedient der Konzern Fernfahrten. Nun sollen die Busse stärker für Urlaubsreisen angeboten werden. „Zu jedem Postbusziel soll es auch ein Hotelangebot geben“, so Wessels.

Short bleiben

Der Ausbau des Reisegeschäfts könnte sich langfristig auszahlen. Vorerst überwiegen bei der Post-Aktie aber die Probleme. Der Titel notiert auf einem 52-Wochen-Tief, eine nachhaltige Trendwende ist noch nicht in Sicht. Anleger bleiben im empfohlenen Put-Optionsschein mit der WKN CN6ZGG investiert. Dieser liegt seit Empfehlung bereits 130 Prozent im Plus. Der Stopp sollte auf 4,00 Euro nachgezogen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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