Deutsche Post
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Post: Philipp Röslers „Unsinn“ wird gestoppt

Gute Nachrichten für die Deutsche Post: Der Marktführer muss sich offenbar nicht vor einer Verschärfung des Postgesetzes fürchten, die Wirtschaftsminister Philipp Rösler nun doch noch vor der Bundestagswahl durchboxen wollte.

FDP-Chef Philipp Rösler wird wohl wieder einmal eine Niederlage einstecken müssen. Nachdem er sich nun doch dazu entschlossen hat, sein einstiges Prestigeobjekt, die Verschärfung des Postgesetzes, noch vor der Bundestagswahl zu verabschieden, ist das Gesetz eigentlich schon gescheitert. Denn die SPD will im Bundesrat dagegen stimmen. Garrelt Duin (SPD), Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, bezeichnete das Vorhaben als „Unsinn" und erklärte gegenüber dem Handelsblatt: „Das Postmonopol ist längst aufgehoben, der Marktanteil der Deutschen Post bei den Geschäftskunden liegt nur noch bei rund 65 Prozent." Er fügte hinzu, dass die Post flächendeckend auch entlegenste Briefkästen beliefere, während sich die Wettbewerber lediglich „Rosinenpickerei" betreiben.

Zugreifen!

Für die Deutsche Post ist die Nachricht, dass es zu keiner Verschärfung des Wettbewerbs kommt, natürlich positiv zu werten. Mit einem 2013er-KGV von 12 und einer Dividendenrendite von mehr als vier Prozent sind die Anteile des DAX-Konzerns angesichts der nach wie vor sehr guten Aussichten immer noch günstig bewertet. Im Hinblick auf die Bewertung von Konkurrenten wie etwa UPS, Fedex oder Kuehne & Nagel hat die Deutsche Post noch reichlich Luft nach oben. Die Aktie bleibt ein klarer Kauf. Das Kursziel lautet weiterhin 22,00 Euro, der Stopp sollte bei 14,00 Euro belassen werden.

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