Deutsche Post
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Post: Im Visier des Kartellamts

Die Aktie der Deutschen Post zählte im gestrigen Handel zu den schwächsten Werten im DAX. Der Grund: Das Kartellamt hat ein Verfahrne gegen den DAX-Konzern wegen möglicher Wettbewerbsverstöße eingeleitet. Sollten Anleger nun die Reißleine ziehen?

Schlechte Nachrichten für die Deutsche Post. Das Bundeskartellamt prüft, ob der Bonner Konzern den Wettbewerb auf dem Briefmarkt durch Kampfpreise behindert hat. Die Post soll Großkunden offenbar erhebliche Rabatte gewährt haben, um mit diesen Dumping-Preisen die Konkurrenz aus dem Geschäft zu drängen. Kartellamtschef Andreas Mundt erklärte: „Der Vorwurf richtet sich dagegen, dass die Preise, die die Deutsche Post von Großkunden für die Versendung von Briefen verlangt, nicht kostendeckend seien. Wir prüfen nun in dem Verfahren, ob die Deutsche Post durch eine Kampfpreisstrategie versucht, Wettbewerber aus dem Markt zu drängen oder fernzuhalten."

Gelber Riese ist verwundert

Die Deutsche Post erklärte, man sei „etwas verwundert" über das Kartellamtsverfahren. Schließlich habe die Bundesnetzagentur erst vor zwei Jahren die Rabatte für Großkunden überprüft und nichts beanstandet.

Trotzdem ein Kauf

Trotz der negativen Meldung hält DER AKTIONÄR an seiner Einschätzung fest: Der hervorragend aufgestellte Logistikriese verfügt über eine sehr solide Bilanz und gute Perspektiven. Da die Aktie der Deutschen Post mit einem 2013er-KGV von 11 und einer Dividendenrendite von mehr als vier Prozent immer noch im Branchenvergleich sehr günstig bewertet ist, sollten Anleger weiter zugreifen. Das Ziel lautet nach wie vor 22,00 Euro, der Stopp sollte bei 14,00 Euro platziert werden.

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