Deutsche Post
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Deutsche Post: Der Killer greift an

Der Online-Händler Amazon.com hat in Olching bei München ein eigenes Paketzentrum aufgebaut. Die Branche ist in Aufruhr, die Aktionäre der Deutschen Post machen sich zu Recht sorgen. Was steht für den gelben Riesen auf dem Spiel?

Amazon liefert selbst

Es wurde vom AKTIONÄR schon lange befürchtet, nun zeichnet sich immer mehr ab, dass Amazon.com in nicht mehr allzu ferner Zukunft die Pakete selbst ausliefern will. Für die Deutsche Post ist Amazon ein wichtiger Partner. Der Marktanteil im europäischen E-Commerce-Markt von Amazon liegt je nach Land zwischen 25 und 30 Prozent.

Ein Viertel im Feuer

Zwar veröffentlicht die Deutsche Post nicht, welchen Umsatz man mit Amazon.com macht, man kann jedoch davon ausgehen, dass es ein substanzieller Anteil ist. In Europa macht die Deutsche Post mit E-Commerce und Express-Lieferungen in etwa 12 Milliarden Euro Umsatz. Davon dürften nach Einschätzung des AKTIONÄR mindestens drei Milliarden im Feuer stehen, wenn man von einem Amazon-Marktanteil von 25 Prozent ausgeht.

 

Aktie verkaufen

Die Aktie konnte sich zuletzt zusammen mit dem DAX deutlich von den Tiefs im Februar dieses Jahres erholen. Bei 28 Euro trifft der Wert nun auf einen Widerstand. Angesichts der Nachrichtenlage und des zunehmenden Konkurrenzdrucks im E-Commerce- und Express-Geschäft rechnet DER AKTIONÄR nicht damit, dass sich die Aktie besser als der Gesamtmarkt entwickeln wird. Die Kurserholung sollte daher zum Abbau von Positionen genutzt werden. Aus Sicht des AKTIONÄR ist der Wert aktuell ein Verkauf.

 

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