Deutsche Post
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Post: Der gelbe Weihnachtsmann

Weihnachten naht! Und auch dieses Jahr dürfte es in Deutschland wieder Millionen von Weihnachtsbäumen geben, unter denen ein Geschenk liegt, das zuvor im Internet bestellt wurde. Nahezu alle Branchenexperten rechnen sogar damit, dass der Rekordwert bei Onlinebestellungen des Vorjahres erneut übertroffen wird.

Dies dürfte natürlich der Deutschen Post gefallen. Schließlich ist der Bonner Logistik-Riese die deutschlandweite Nummer 1 im Paketversand – und auch in vielen anderen Ländern der Welt. Damit klingelt bei vielen Onlinebestellungen rund um den Globus auch in Bonn die Kasse. Der DAX-Konzern dürfte sich jedoch nicht nur auf den 24. Dezember freuen, sondern auch auf den 1. Januar. Denn ab dem kommenden Jahr wird der Ex-Monopolist für seine Briefe erneut das Porto erhöhen und damit Umsatz und Gewinn weiter steigern.

Sonderdividende möglich

Besonders erfreulich war indes, dass sich die Bonner nun offenbar weniger Gedanken um die hohen Pensionsverpflichtungen machen müssen. Diese betrachteten viele Experten als eine der größten Baustellen des Ex-Monopolisten. Der Post-Vorstand hatte selbst stets betont, überschüssiges Kapital werde zunächst für die Stärkung der Pensionsrückstellungen sowie der Bilanz verwendet. Nun sprach Vorstandschef Frank Appel aber von einer möglichen Sonderdividende – was wohl bedeutet, dass man sich wegen der Pensionen für die ehemaligen Postbeamten kaum noch Sorgen macht. Diese Tatsache sowie natürlich die Aussicht auf eine Sonderausschüttung könnten die Aktie beflügeln.

Ein starkes Gesamtpaket

Indes ist die Dividendenrendite mit 3,5 Prozent derzeit ohnehin stattlich. Gepaart mit einem konstanten Wachstum, einem KGV von 13 und guten Perspektiven bleibt der DAX-Titel ein Kauf. Das Ziel lautet 32,00 Euro, der Stopp sollte bei 19,50 Euro.

Dieser Artikel erschien in der Titelstory der Ausgabe 49/14.

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