Deutsche Post
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Post: Aktie gerät unter Beschuss

Die Deutsche Post hat im dritten Quartal des laufenden Jahres weniger verdient als Experten im Vorfeld erwartet hatten. Der DAX-Titel steht daher und aus einem weiteren Grund im heutigen Handel erheblich unter Druck.

Die Deutsche Post hat mit ihren Zahlen für das dritte Quartal die Markterwartungen verfehlt. Während der Umsatz um sechs Prozent auf 13,8 Milliarden Euro kletterte, sank das operative Ergebnis (EBIT) um sieben Prozent auf 604 Millionen Euro (Analysten hatten hier mit 648 Millionen Euro gerechnet). Der Reingewinn sank um ein Prozent auf 382 Millionen Euro. Trotz der schwachen Zahlen bekräftigte Konzernchef Frank Appel: „Wir werden unser Jahresziel erreichen." Zur kompletten Unternehmensmeldung.

Keine Sonderdividende

Finanzchef Larry Rosen erklärte im Gespräch mit dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen, man erwartet für 2013 eine mindestens so gute Entwicklung wie 2012. Ob über die kommende Preiserhöhung in 2013 noch weiter an der Preisschraube gedreht wird, ließ der Finanzvorstand offen. Zudem werde der DAX-Konzern an seiner bisherigen Dividendenstrategie festhalten und auch in Zukunft 40 bis 60 Prozent des Gewinns an die Aktionäre ausschütten. Die Zahlung einer Sonderdividende, auf die einige Marktteilnehmer spekuliert hatten, schloss er für 2012 hingegen aus. Das komplette Interview mit Larry Rosen sehen Sie hier.

Dennoch ein Kauf

Trotz der schwachen Zahlen hält DER AKTIONÄR an seiner Einschätzung fest: Der hervorragend aufgestellte Logistikriese verfügt über eine sehr solide Bilanz und gute Perspektiven. Die Aktie der Deutschen Post ist mit einem 2013er-KGV von 11 und einer Dividendenrendite von mehr als vier Prozent immer noch im Branchenvergleich sehr günstig bewertet. Bereits gestern hat sich durch den Bruch einer wichtigen Unterstützung das Chartbild deutlich eingetrübt, weshalb die Aktie heute besonders unter Druck steht und Anleger mit einem Einstieg zunächst noch abwarten sollten. Bereits investierte Anleger sollten den Stopp weiter bei 14,00 Euro belassen.

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