Deutsche Post
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Deutsche Post: "Lieber Rasierklingen, als andere Unternehmen"

Die Post-Tochter DHL Express plant trotz wachsenden Frachtaufkommens und steigender Umsätze keine Übernahmen. Nach Konzernangaben steigt das Frachtaufkommen der DHL Express auf nahezu allen Märkten - sogar in Griechenland.

Das operative Geschäft bei der Deutschen-Post Tochter DHL Express brummt, auch dank des bommenden Handels im Internet. Dennoch sieht sich der Konzern nicht in der Rolle des Firmenjägers: "Lieber schlucke ich Rasierklingen als andere Unternehmen", sagte Ken Allen, Chef der Frachttochter der Deutschen Post DHL, der "Wirtschaftswoche".

Wichtiges Chartsignal

"Bei der Transportkapazität haben wir noch Luft nach oben. Wir könnten locker noch deutlich mehr Pakete und Sendungen verkraften." Nach Allens Angaben steigt das Frachtaufkommen der DHL Express auf nahezu allen Märkten - sogar in Griechenland.

Indes geriet die Aktie der Post zuletzt stark unter Druck, aber nur kurz. Nachdem der Kurs am Donnerstag zunächst unter die 38-Tage-Linie gerutscht war, drohte ein Bruch der bedeutenden charttechnischen Marke bei 18,90 Euro. Die Unterstützung hat allerdings gehalten und der DAX-Titel  konnte sich kräftig erholen. Am Freitag verbuchte die Post-Aktie bereits wieder ein Plus von 1,5 Prozent bei 19,30 Euro.

Aus charttechnischer Sicht ist nach dem erfolgreichen Test der Unterstützung der Weg nach oben weiterhin frei. Auch aus fundamentaler Sicht bleibt die im Branchenvergleich sehr günstig bewertete Aktie der Deutschen Post ein klarer Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 14 Euro belassen werden.

Mutige Anleger, die mehr Rendite als mit der Post-Aktie erzielen wollen, können auf den Tipp des Tages vom 6. Juni setzen und in den Optionsschein CZ3 Q5B von der Commerzbank investieren. Mit dem Papier ist eine dreistellige Rendite möglich, sollte der Gelbe Riese bis Herbst 2014 auf etwa 25 Euro steigen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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