Lufthansa
- Stefan Limmer - Redakteur

Deutsche Lufthansa vor Zahlen: Das erwartet die Anleger

Die deutsche Berichtssaison ist in vollem Gange. Am morgigen Dienstag präsentiert die Deutsche Lufthansa die Eckdaten für die ersten drei Monate des laufenden Jahres. Ende April hat der bisherige Lufthansa-Chef Christoph Franz nach nur 40 Monaten im Amt den Hut genommen. Die Präsentation des Quartalsergebnisses wird einer der ersten offiziellen Handlungen des neuen Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr sein.

Das von Franz angeschobene Sparprogramm „Score“ sollte sich zum Jahresstart ausgezahlt haben. Daran dürfte auch der Streik an deutschen Flughäfen Anfang April wenig geändert haben. Die Analysten rechnen für das saisonbedingt defizitäre Quartal einen deutlich geringeren Verlust als im Vorjahr. Der operative Verlust sollte in den ersten drei Monaten um rund ein Drittel auf 241 Millionen Euro gesunken sein. Unter dem Strich erwarten die Branchenexperten ein Minus von 318 Millionen Euro, rund 31 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz dürfte um 1,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zurückgegangen sein.

Die Kranichairline kündigte bereits an, das bisherige Sparprogramm fortzuführen. Der Abbau von 3500 Arbeitsplätzen, neue Umsatzquellen, verbesserte Abläufe und die Verlagerung vieler Europastrecken auf die billigere Tochter Germanwings sollen den operativen Gewinn bis zum Jahr 2015 auf 2,65 Milliarden Euro steigen lassen. Für das laufende Jahr bekräftigte das Management zuletzt die Prognose eines operativen Gewinns zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Euro, was eine Verdoppelung des Ergebnisses von 2013 entsprechen würde.

Zum Wochenbeginn kann sich auch die Lufthansa-Aktie dem schwachen Gesamtmarktumfeld nicht entziehen. Mittlerweile ist die horizontale Unterstützung bei 18 Euro gebrochen worden. Die nächste wichtige Chartmarke wartet nun bei 17 Euro. Investierte Anleger bleiben dabei und beachten den Stopp bei 16 Euro. 

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