Lufthansa
- Maximilian Völkl

Deutsche Lufthansa: Zu viele Sorgen – Aktie mit roter Laterne

Am Donnerstag ist die Aktie der Deutschen Lufthansa erneut unter Druck geraten. Nach einem negativen Analystenkommentar ist die Kranich-Airline der größte Verlierer im DAX. Im bisherigen Jahresverlauf bleibt der Titel damit der schwächste Wert im deutschen Leitindex.

Die Fluggesellschaft kämpfe mit Unsicherheiten an mehreren Fronten, so Barclays-Analyst Oliver Sleath. Dazu zählten der Tarifkonflikt mit den Piloten, die vermutlich weiter fallende Eigenkapitalquote sowie der geplante Kapazitätsausbau auf der Langstrecke, der auf die Durchschnittserlöse je Passagier drücken könnte.

Vor allem wegen des erwarteten Drucks auf die Durchschnittserlöse hat Sleath deshalb die Gewinnerwartungen für 2015 reduziert und das Kursziel für die Lufthansa-Aktie deutlich von 18,00 auf 13,80 Euro gesenkt. Den Belastungen stünden zwar positive Effekte durch geringere Treibstoffkosten und günstige Wechselkurse gegenüber, dennoch rechtfertige das Chance/Risiko-Verhältnis nur noch eine „Equal Weight“-Einstufung. Bisher lautete das Votum noch „Overweight“.

Schlechte Aussichten

Bei Lufthansa ist die Lage nach wie vor angespannt. Zum einen hat sich das charttechnische Bild durch den Bruch der 13-Euro-Marke weiter angespannt. Zum anderen hat das Unglück der Germanwings-Maschine die ohnehin angespannte Lage in der Luftfahrtbranche noch einmal verschärft. Eine Wende zeichnet sich noch nicht ab, weshalb Anleger an der Seitenlinie bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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