Lufthansa
- Stefan Limmer - Redakteur

Deutsche Lufthansa: „Tiefe Vertrauenskrise mit unserem Management“

Beim Lufthansa -Kabinenpersonal gibt es Sorgen über den Umgang der Airline mit Flügen in Krisengebiete wie den Nahen Osten oder Westafrika. Die Personalvertretung beklagt, dass die Fragen vieler Mitarbeiter unbeantwortet blieben.

In einem internen Schreiben spricht man von einer „tiefen Vertrauenskrise mit unserem Management“, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag) berichten. Das Unternehmen betonte auf dpa-Anfrage die Sicherheit von Passagieren und Besatzung habe oberste Priorität. Nach Worten des Vorsitzenden der Gesamtvertretung für das fliegende Personal, Alexander Behrens, geht es im Kern um eine Rücktrittsklausel, die es Crewmitgliedern ermögliche, aus persönlichen Gründen Flüge in solche Regionen nicht anzutreten. Bei den jüngsten Krisen wie dem Gaza-Krieg, der Ebola-Krise in Westafrika oder dem Konflikt im Nordirak sei von der Kabinendienstleitung zu langsam auf die Möglichkeit dieser Rücktrittsklausel hingewiesen worden.

Wichtige Marke

Seit der Gewinnwarnung im Juni konnte sich die Lufthansa-Aktie nicht mehr erholen. Doch im Bereich knapp unterhalb der 13-Euro-Marke scheint sich derzeit ein Unterstützungsbereich herauszukristallisieren, der ein Ende der Talfahrt bedeuten könnte. Nach einer starken Woche rückt in einem stabiler werdenden Marktumfeld auch ein möglicher Angriff auf die wichtige 14-Euro-Marke wieder näher.

Abwarten

Zuletzt stabilisierte sich die Lufthansa-Aktie. Vor einem Einstieg sollten Anleger allerdings warten, ob sich die Trendwende als nachhaltig erweist. Mit einem möglichen Sprung über die 14-Euro-Marke wird die Lufthansa-Aktie allerdings auch für Neueinsteiger wieder interessant.

(Mit Material von dpa-AFX)

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