Deutsche Börse
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Börse: Warum der Fusionsplan nicht aufgehen könnte

Die Deutsche Börse und die Londoner LSE machen Ernst mit ihren Fusionsplänen. Die Aktie steigt leicht. Sie könnte aber deutlich höher notieren.


Nun ist es offiziell: Der Vorstand der Deutsche Börse hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Vereinbarung über einen Zusammenschluss auf Augenhöhe abgeschlossen, gab die Deutsche Börse am Mittwoch bekannt. Nun müssen Aktionäre und Aufseher entscheiden.

Deutsche Börse und London Stock Exchange (LSE) seien überzeugt, dass der Zusammenschluss beide Seiten stärke und die Chance biete, "einen führenden europäischen Anbieter für globale Marktinfrastruktur zu schaffen", heißt es in der Pressemitteilung. Die beiden Unternehmen erwarten von dem Zusammenschluss Kosteneinsparungen von jährlich 450 Millionen Euro.

Die neue europäische Superbörse soll ihren rechtlichen Sitz in London und Hauptsitze in der britischen Hauptstadt sowie in Frankfurt haben. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter soll das Gemeinschaftsunternehmen führen. Angestrebt ist, dass nach dem Umtausch der Aktien die Anteilseigner der Deutschen Börse mit 54,4 Prozent eine Mehrheit an der fusionierten Börse halten.

Kommt die Übernahmeschlacht

Auch wenn sich Deutsche Börse und LSE einig sind: Der Deal ist noch längst nicht in trockenen. Aktionäre, Aufseher, Politik müssen einverstanden sein. Zudem wird die Konkurrenz aus den USA die ganze Sache mit Argusaugen beobachten. Gut möglich, dass der US-Börsenbetreiber ICE ebenfalls ein Gebot für die LSE vorlegen wird.

(Mit Material von dpa-AFX)

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