Deutsche Börse
- Thorsten Küfner - Redakteur

Deutsche Börse muss weiter sparen

Die Deutsche Börse hat im vierten Quartal wegen eines Sondereffekts erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Verlust verbucht. Nun will der Börsenbetreiber ein weiteres Sparprogramm auflegen. Die Aktie notiert vorbörslich bereits im Plus.

Die Deutsche Börse hat im vierten Quartal einen Verlust von 33 Millionen Euro eingefahren. Im Schlussquartal 2008 hatten die Frankfurter noch 222 Millionen Euro verdient. Grund für den ersten Fehlbetrag der Firmengeschichte ist eine Abschreibung auf die US-Optionsbörse ISE von 415,6 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr wies die Deutsche Börse einen Gewinnrückgang von 52 Prozent auf 496 Millionen Euro aus. Damit übertraf der Börsenbetreiber die Prognosen der Analysten, die durchschnittlich mit 467 Millionen Euro gerechnet hatten.

Gürtel wird enger geschnallt

Die Deutsche Börse will nun ihre Sparbemühungen fortsetzen. Dabei soll auch die Führungsstruktur des DAX-Konzerns verschlankt werden. Zudem sei die Verlagerung von Stellen an den Standort Prag denkbar, wo seit 2007 die Tochter Clearstream ansässig ist. Pressemeldungen zufolge erwägt die Deutsche Börse, im Rahmen des Sparprogramms bis zu zehn Prozent der aktuell 3.500 Arbeitsplätze abzubauen. Ziel der Frankfurter ist es, künftig jährlich knapp 50 Millionen Euro einzusparen. Damit will die Deutsche Börse auf die rückläufigen Erlöse reagieren, die unter anderem wegen des Konkurrenzdrucks von außerbörslichen Handelsplattformen wie Turquise oder Chi-X sinken.

Starker Handelsauftakt

Im vorbörslichen Handel legte die Aktie der Deutschen Börse bereits deutlich zu. Tradingorientierte Anleger sollten weiterhin am Ball bleiben und ihre Position mit einem engen Stopp bei 44,50 Euro absichern.

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