Deutsche Börse
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Börse: Milliardenverkauf - aber fahren die Aktionäre so wirklich besser?

Die Deutsche Börse verkauft U.S. Exchange Holdings für 1,1 Milliarden Dollar in bar an den US-Technologiebörsen-Betreiber Nasdaq. Die Aktie legt zu. Aber nicht jedem wird der Schritt gefallen.


Auf Konzernebene sei durch die Transaktion ein Veräußerungsgewinn im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich zu erwarten, teilte der deutsche Börsenbetreiber am späten Mittwochabend mit. Zur U.S. Exchange Holdings gehört die International Securities Exchange Holdings, die in den USA drei Aktienoptionsbörsen betreibt. Die Beteiligungen an Bats Global Markets und an Digital Asset Holdings behält die Deutsche Börse hingegen.

1,1 Milliarden Dollar – Börsenchef Carsten Kengeter wird das Geld vielleicht noch gut gebrauchen können. Denn im Fusionspoker um die britische LSE wird die Deutsche Börse eventuell aufstocken müssen, da auch den amerikanischen Börsen ICE und CME Interesse nachgesagt wird.

Machen Investoren Druck?

Der Fall Deutsche Börse dürfte spannend werden. Wir erinnern uns: 2005 verhinderten Hedgefonds schon mal die Übernahme der LSE und drängten auf eine Sonderdividende und Aktienrückkäufe. Die Folge war eine Kursverdopplung. Sollte auch jetzt wieder ein aktivistischer Investor Druck machen und auf eine Zerschlagung drängen, stünde die Aktie klar vor einer Rallye. Der Titel steht auf der Watchlist des AKTIONÄR weit oben.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Börse probt Befreiungsschlag

Carsten Kengeter, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse, hat von den Aktionären eine zweite Chance bekommen. Trotz des geplatzten Zusammenschlusses mit der London Stock Exchange stimmten auf der Hauptversammlung 83,9 Prozent für seine Entlastung. Die Deutsche Börse arbeitet zudem parallel im … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Börse: Kengeters Wundertüte

Vorstandsvorsitzender Carsten Kengeter wird am 17. Mai auf der Hauptversammlung der Deutschen Börse von allen Seiten unter Beschuss stehen. Auf eine Entlastung mit dem Traumergebnis von 99,9 Prozent wie im Vorjahr kann der Manager nicht hoffen, da noch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Börse: Keine neue Mega-Fusion

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, hat sich erstmals seit der gescheiterten Fusion mit der London Stock Exchange (LSE) öffentlich geäußert. Laut Handelsblatt zeigte er sich selbstkritisch: „Wir haben in der Kommunikation nicht so überzeugend und emotional agiert, wie … mehr