Deutsche Börse
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Börse: Ist der Kampf aussichtslos?

Die Aktie der Deutschen Börse hält sich am Mittwoch im frühen Handel besser als der Markt. Einem Pressebericht zufolge will der DAX-Konzern um die LSE-Fusion kämpfen.

Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter werbe hinter den Kulissen um die Gunst der Kritiker, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Er habe Aktionären versprochen, eine Doppel-Holding in Frankfurt und London einzurichten. In den Augen von Investoren könnte dadurch die Chance auf eine doch noch erfolgreiche Fusion steigen, sagte ein Frankfurter Händler am Morgen.

Vor dem geplanten Zusammenschluss verkauft die Deutsche Börse weiter Randgeschäfte. Den Finanznachrichtendienst Market News International (MNI) gibt der Börsenbetreiber an den US-Finanzinvestor Hale Global ab, wie der Dax-Konzern am Dienstagabend mitteilte. Im Jahr 2015 habe MNI weniger als 1 Prozent zum Umsatz der Deutschen Börse beigetragen, hieß es. Finanzielle Details zum Deal, der im dritten Quartal abgeschlossen werden soll, nannte das Unternehmen nicht. Der Verkauf sei Teil der eingeschlagenen Strategie, sich stärker auf bestimmte Wachstumsbereiche zu konzentrieren.

Deal steht auf der Kippe

Auch wenn sich die Deutsche Börse sehr bemüht: Nach dem Brexit ist es unwahrscheinlich, dass die Politik mit dem Hauptsitz der neuen Holding in London einverstanden ist. Damit steht der ganze Deal auf dem Spiel. Aber auch ohne Fusion ist die Aktie der Deutschen Börse im Vergleich zur Peer group günstig bewertet. Investierte Anleger bleiben dabei.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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