Deutsche Börse
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Börse gibt Start-ups eine Chance

Die Deutsche Börse startet im März nächsten Jahres ein neues Marktsegment, das jungen Firmen den Börsengang erleichtern soll. Damit reagiert der Konzern auch auf Anregungen aus der Politik. Der Börsenkultur in Deutschland kann eine neue Plattform nicht schaden, denn im laufenden Jahr wagten bisher nur sechs Unternehmen den Sprung aufs Parkett.

Kein Neuer Markt

„Das Segment ist kein Neuer Markt", so Deutsche-Börse-Vorständin Hauke Stars gegenüber dem Handelsblatt. Gesucht werden Firmen „mit erprobten Geschäftsmodellen“. Beispielsweise müssen die Kandidaten mit einem Capital Market Partner der Deutschen Börse kooperieren und ihre Eignung für das neue Segment nachweisen. Anwärter sollten zudem einen Umsatz von mindestens 10,0 Millionen Euro aufweisen und ein Eigenkapital von wenigstens 5 Millionen Euro haben. Zu Beginn geht die Deutsche Börse von knapp 40 Listings aus, die auf mittlere Sicht in einem neuen Index zusammengefasst werden sollen.

Kursphantasie dank Trump

Die Aktie der Deutschen Börse konnte sich seit der Wahl von Donald Trump deutlich erholen. Der Zusammenschluss mit der London Stock Exchange ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern, höhere Umsätze durch die Unsicherheit in den nächsten Monaten dürften den Kurs allerdings unterstützen. Zudem würde der Börsenbetreiber durch seine Tochter Clearstream von steigenden Zinsen in den USA profitieren. Im freundlichen Gesamtmarkt dürfte die 200-Tage-Linie bei 73,45 Euro bald fallen, eine Unterstützung bei 72,00 Euro sichert nach unten ab. Mit einer Dividendenrendite von drei Prozent ist der Titel günstig bewertet, Anleger greifen zu. Das Ziel des AKTIONÄR beträgt 90,00 Euro, der Stopp sollte bei 60,00 Euro platziert werden.

 


 

Beruf(ung) Trader
 
Autor: Cicivelli, Giovanni
ISBN: 9783864700347
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 27.04.2012
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Traden ist ein Beruf. Wer das mit allen Konsequenzen begreift und täglich umsetzt, der hat gute Chancen auf dauerhafte Gewinne an den Finanzmärkten: Zu dem notwendigen Interesse an der Börse gehört die erforderliche Ernsthaftigkeit für den eigenen Job und die ständige Bereitschaft, sich verbessern zu wollen. Giovanni Cicivelli beschreibt seine eigenen Erfahrungen als privater Trader. Er empfiehlt Neueinsteigern den eigenen Weg zum Erfolg zu suchen und nicht anderen Akteuren nacheifern zu wollen. Cicivelli beschreibt wie sein eigenes Money-Management in der Praxis funktioniert und warum Flexibilität und Disziplin manchmal wichtiger sind als theoretische Erwägungen. Denn am Ende muss man als Praktiker nur drei Dinge: Traden, Traden und Traden.

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