Deutsche Börse
- Maximilian Völkl

Deutsche-Börse-Aktie: Unterschätzter Top-Performer - das steckt hinter dem Kurssprung

Am Markt wird die Aktie der Deutschen Börse häufig unterschätzt. Auf Jahressicht zählen die Papiere des Börsenbetreibers aber zu den stärksten Werten im DAX. Mit einem deutlichen Plus führt der Titel den deutschen Leitindex am Donnerstag gemeinsam mit K+S erneut an. Der leichte Abwärtstrend wurde damit verlassen.

Hinter dem Kursanstieg von rund sechs Prozent steckt vor allem eine bullishe Studie der britischen Investmentbank Barclays. Analyst Daniel Garrod hat die Papiere der Deutschen Börse radikal von „Underweight“ auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 78 auf 94 Euro angehoben. Das Wachstumsprogramm „Accelerate“ sowie jüngste Zukäufe seien die entscheidenden positiven Faktoren, so der Experte. Garrod äußerte zudem mehr Vertrauen in die Kostendisziplin des Konzerns.

Bereits heute glänzt die Deutsche Börse mit einem Marktanteil von 99 Prozent beim Wertpapierhandel in Deutschland und einer EBIT-Marge von 49 Prozent – klar der höchste Wert im DAX. Unter dem Motto „Accelerate“ (Beschleunigen) will Konzernchef Carsten Kengeter die Deutsche Börse in Zukunft noch agiler, effektiver und ambitionierter machen. Langfristig soll der Konzern dadurch zum weltweit präferierten Marktinfrastrukturanbieter mit Spitzenpositionen in allen Tätigkeitsfeldern werden, erklärte der Vorstand bereits bei den letzten Quartalszahlen.

Wieder interessant

Charttechnisch hat sich das Bild bei der Deutschen Börse ebenfalls wieder aufgehellt. Nachdem die Aktie Mitte August unglücklich ausgestoppt wurde, pendelte der Kurs zuletzt zwischen 75 und 81 Euro. Mit dem Sprung über diese Marke und dem Bruch des Abwärtstrends ist der Weg nach oben wieder frei. Auf dem aktuellen Niveau kann ein Einstieg gewagt werden. Der Stoppkurs sollte aufgrund des volatilen Marktumfelds – von dem der Börsenbetreiber beim operativen Geschäft profitiert – aber relativ eng bei 70 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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