Deutsche Börse
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Deutsche Börse: USA genehmigt Mega-Fusion

Die Fusion zwischen Deutsche Börse und NYSE Euronext hat eine wichtige Hürde genommen. Die US-Wettbewerbshüter haben unter Auflagen die Ehe zum weltgrößten Börsenbetreiber genehmigt. Die Aktie des DAX-Konzerns bleibt günstig bewertet.

"Dies ist ein bedeutender Meilenstein für den Zusammenschluss der beiden Börsen", erklärte die Deutsche Börse nachdem die US-Wettbewerber die geplante Mega-Fusion mit der New Yorker NYSE Euronext genehmigt hat. Doch zuvor muss sich der deutsche Börsenbetreiber noch von seiner Beteiligung an Direct Edge trennen, teilte das amerikanische Justizministerium mit. Dieser Verkauf dürfte nach Ansicht der Commerzbank das Synergie- und Gewinnpotenzial kaum belasten. Der Analyst Roland Pfänder sieht den fairen Wert für den DAX-Konzern unverändert bei 62 Euro.

Was macht die EU?

Deutsche Börse und NYSE können sich nun auf die Verhandlungen mit den Kartellbehörden in Europa konzentrieren. Sowohl die Europäische Union (EU) als auch das hessische Wirtschaftsministerium als Börsenaufsicht haben schwere Bedenken gegen das Vorhaben angemeldet. Grund hierfür: Im Derivatehandel an europäischen Börsen würden die Deutsche-Börse-Tochter Eurex und die zur NYSE gehörende Londoner Derivatebörse Liffe zusammen auf einen Marktanteil von über 90 Prozent kommen.

Entscheidung im Frühjahr 2012

Die hoffnungsvolle Fusion der Deutschen Börse mit NYSE Euronext ist auf gutem Wege. Die EU will bis spätestens 9. Februar eine Entscheidung fällen. Die Aktie des Frankfurter Börsenbetreibers ist mit einem aktuellen KGV von 9 günstig bewertet. DER AKTIONÄR sieht das Kursziel bei 55 Euro. Ein Stoppkurs bei 35 Euro sichert ab.

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| Marco Bernegg | 0 Kommentare

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