Deutsche Börse
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Börse: Keine neue Mega-Fusion

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, hat sich erstmals seit der gescheiterten Fusion mit der London Stock Exchange (LSE) öffentlich geäußert. Laut Handelsblatt zeigte er sich selbstkritisch: „Wir haben in der Kommunikation nicht so überzeugend und emotional agiert, wie das vielleicht notwendig gewesen wäre“.

Derzeit läuft gegen den Top-Manager, der bis zum Jahr 2018 verpflichtet ist, noch ein Verfahren der Staatsanwaltschaft wegen möglichen Insiderhandels. Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse will erst die Ergebnisse dieser Ermittlungen abwarten, bis über Kengeters Zukunft entschieden wird. Der wiederumkann sich vorstellen weiterzumachen, sagt indes im Handelsblatt-Gespräch: „Aber ich dränge mich nicht auf“.

Ein ungenannter Großaktionär der Deutschen Börse gibt Kengeter noch eine Gnadenfrist: „ Es war von vornherein klar, dass Kengeter der Mann für Deals ist“. Derzeit sieht aber Kengeter selbst keinen Partner für eonen aussichtsreichen Zusammenschluss: „Ich sehe keine Großfusion, die derzeit für uns attraktiv wäre.“

Sondereffekte helfen

Seit der Absage des Zusammenschlusses mit der LSE durch die EU-Kommission hat sich die Aktie der Deutschen Börse gut gehalten. Auch wenn Kengeter mit dem Deal gescheitert ist, hat er zuletzt doch einiges richtig gemacht: Die Deutsche Börse hat mit Scale ein neues Nebenwertesegment aufgelegt, die Digitalisierung wird durch verschiedene Blockchain-Projekte vorangetrieben und die Kosten sollen durch ein Sparprogramm sinken.

Im laufenden Jahr spielen die steigenden Zinsen der Deutschen Börse über höhere Erträge in den USA ebenso in die Hände wie die erhöhte Schwankungsbreite rund um die Wahlen in Frankreich. Anleger werden mit einer Dividendenrendite von 2,6 Prozent belohnt. DER AKTIONÄR sieht ein Kursziel von 100 Euro. Ein Stopp sollte bei 65 Euro platziert werden.

 


 

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