Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Börse: "Fusion illusorisch"

Die Deutsche Börse will unbedingt mit der LSE fusionieren. Doch seit dem Brexit ist alles anders. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter ist zu vielen Kompromissen bereit – trotzdem wird er wohl kein Glück haben.

„Dass die Fusion von Deutscher Börse und LSE mit Hauptsitz in London die erforderlichen regulatorischen Zustimmungen findet, erscheint uns illusorisch“, urteilen die Analysten der DZ Bank. Die Deutsche Börse solle die Pläne lieber schnell absagen und sich auf die Wachstumsziele bis 2018 konzentrieren. Die Aktionäre sollten das Umtauschangebot zunächst nicht annehmen.

Dieser Meinung ist auch DER AKTIONÄR, da das Austauschverhältnis einfach nicht attraktiv genug ist. Zumal überhaupt nicht klar ist, ob die zuständigen Behörden den Deal absegnen werden. Mehr als 20 Behörden müssen die geplante Fusion prüfen und grünes Licht geben. Nach dem Brexit erscheint eines klar: London als Hauptsitz der neuen Holding kann sich Kengeter abschminken. Zu groß wäre der Einflussverlust.

Aktie halten

Carsten Kengeter macht derzeit keine gute Figur. Offensichtlich hat er überhaupt nicht damit gerechnet, dass die Briten für den Brexit stimmen werden. Nun bemüht er sich hektisch, Zugeständnisse zu machen, dass der Coup doch noch klappt. Doch die Aktionäre halten sich zurück – zu Recht. Denn wer kauft schon gerne die Katze im Sack. Tipp des AKTIONÄR: Angebot weiterhin nicht annehmen und Stopp bei 60 Euro setzen.

 


 

Der Kapitalismus am Scheideweg?

Confronting Capitalism
 

Autor: Kotler, Philip
ISBN: 9783864703768
Seiten: 258
Erscheinungsdatum: 15.06.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

1989: Der Kommunismus ist tot, der Kapitalismus hat sich als das überlegene System erwiesen. 2008: Die Wall Street bringt die Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs. 2015: Wir können nicht mehr die Augen vor gravierenden ökonomischen Problemen verschließen. Philip Kotler schaut ganz genau hin. In seinem neuen Buch legt er den Finger in die Wunden des Kapita lismus. Er identifi ziert und analysiert insgesamt 14 strukturelle Mängel: zunehmende Armut, wachsende Ungleichheit, Jobverlust durch Auto matisierung, Umweltzerstörung, Profi t orientierung, …
Kotler zeigt, woran der Kapitalismus krankt – und welche Maßnahmen wir ergreifen müssen, um »das beste aller Wirtschaftssysteme« wieder zukunftsfähig zu machen.

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