Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Zwei Aufreger - aber die Aktie steigt

Der Januar ist vorbei – es war kein leichter Monat für die Aktionäre der Deutschen Bank. Doch wer gedacht hat, dass es jetzt ruhiger wird, hat sich getäuscht. Im Mittelpunkt der jüngsten Querelen steht eine besonders wichtige Person bei der Deutschen Bank.


Wie das Handelsblatt berichtet, droht Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank, Ärger mit professionellen Investoren. Diese hätten bei Achleitner Gesprächsbedarf angemeldet. Angeblich werde auch schon über die Führungsfrage im Aufsichtsrat diskutiert.

Laut dem Manager Magazin steht Achleitner wegen der Libor-Affäre in der in der Kritik. Der Chefjurist der Deutschen Bank, Christof von Dryander, seinem Vorstandsvorsitzenden John Cryan empfohlen haben, Schadenersatzansprüche gegen Achleitner zu prüfen. Achleitner könnte gegen Vorschriften der britischen Finanzaufsicht FCA verstoßen haben. Die Deutsche Bank soll bei der Aufarbeitung des Skandals nicht ausreichend mit der FCA zusammengearbeitet haben.

Kursziel: 27,90 Euro

Gegenwind gibt es zum Wochenstart auch von Analystenseite. Goldman Sachs hat am Montagmorgen das Kursziel für die Deutsche-Bank-Aktie von 29,20 auf 27,90 Euro gesenkt. Die Einstufung lautet aber weiterhin auf „Neutral“.

Höchstens etwas für Trader

27,90 Euro – das hält DER AKTIONÄR derzeit für absolut übertrieben. Zu viele Fragen sind derzeit offen: Wie will die Deutsche Bank in Zukunft Geld verdienen? Wie geht es bei den rund 6.000 Rechtsstreitigkeiten weiter? Solange Deutsche-Bank-Chef John Cryan nicht die richtigen Antworten liefert, wird es nicht zu einer nachhaltigen Trendwende kommen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Chinesen kommen

Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär. Laut hält Reuters hat das chinesische Finanzkonglomerat HNA für 755 Millionen Euro Aktien der Bank gekauft und hält damit mehr als drei Prozent der Anteile. Doch das könnte nur der Anfang sein: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Doch kein Postbank-Verkauf?

Obwohl Deutsche-Bank-CEO John Cryan bei der jüngsten Vorlage der Jahreszahlen kein Wort zur Postbank verlor, brennt das Thema den Anlegern weiter unter den Nägel: Im Raum steht ein Verkauf der Tochter oder eine Reintegration in den Mutterkonzern. JPMorgan hat sich jetzt zur Postbank geäußert. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Muss Ackermann zahlen?

Die derzeitige Krise der Deutschen Bank könnte auch durch Fehlverhalten ehemaliger Vorstände verursacht worden sein. Das zumindest prüft die Bank selbst. Bis zum 18. Mai sollten Aktionäre Klarheit haben, ob der Konzern deshalb von mehreren Ex-Vorständen Geld zurückfordern kann. Dann lädt das … mehr