Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Wieder Ärger - Chart angeschlagen

Die Deutsche Bank kommt nicht zur Ruhe. Nun hat die US-Ratingagentur Moody's dem Geldhaus angedroht, seine Einschätzung der Kreditwürdigkeit der Bank zu senken. Auch Steuer-Ärger droht.


Schon jetzt sehen die Experten Kreditpapiere der Deutschen Bank nur als durchschnittlich gute Anlage, die Bewertung liegt entsprechend bei "Baa1". Eine eventuelle Senkung des Ratings würde aber nur um eine Stufe erfolgen, wie Moody's in einer Mitteilung am Montag betonte. Ein Abrutschten in den Bereich der spekulativen Anlagen ("Ramsch") droht damit nicht. Dafür müsste Moody's die derzeitige Bewertung um drei Stufen senken.

Seit dem Führungswechsel und der Aktualisierung der strategischen Planung im vergangenen Juni habe sich das operative Umfeld für die Deutsche Bank verschlechtert, hieß es weiter. Der Gegenwind bei Erlösen und Ausgaben könnte zu einer Verzögerung bei der angestrebten Verbesserung der Profitabilität führen.
Darüber hinaus kocht das Thema Cum-ex-Geschäfte hoch. Laut einem Handelsblatt-Bericht fordert das Finanzamt 706 Millionen Euro von der deutschen Tochter des US-Konkurrenten Citigroup.



Kaufchance für Mutige

Die beiden Berichte verschlechtern das Sentiment für den Banken-Sektor. Die Aktie der Deutschen Bank gibt im frühen Handel 1,7 Prozent ab, das Chartbild ist nun angeschlagen. Trotzdem: Das meiste Negative ist im Aktienkurs der Deutschen Bank eingepreist, so dass die Chancen die Risiken überwiegen. DER AKTIONÄR bleibt dabei: Die Aktie hat Erholungspotenzial.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank schmeißt 3.200 Kunden raus

Die Deutsche Bank hat im Handelsbereich die Geschäftsbeziehungen zu 3.200 Kunden eingestellt, wie das Wall Street Journal berichtet. Dadurch sollen Kosten reduziert und die langfristige Stabilität der Bank gesichert werden. Bereits 2015 hatte CEO John Cryan gesagt, dass man sich von der Hälfte der … mehr