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- Thomas Bergmann - Redakteur

Deutsche Bank vor Libor-Einigung - Erleichterung bei den Experten

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Laut Medienberichten steht die Deutsche Bank in den USA und Großbritannien kurz vor der Beilegung des Ermittlungsverfahrens wegen des Vorwurfs der Manipulation des Zinssatzes Libor. Demnach müsste das Institut umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro zahlen. Deutschlands größtes Bankhaus würde damit die höchste Strafe akzeptieren, die im Libor-Fall bislang verhängt wurde.

Damokles-Schwert verschwindet

Mit dem Vergleich dürfte sich die Anleger-Stimmung für die Deutsche-Bank-Aktie erneut verbessern, sagte ein Börsianer. Denn auch diesmal dürfte gelten: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende." Ein Händler sprach davon, dass das über der Bank hängende Damokles-Schwert endlich verschwinde.

Analyst Philipp Häßler von der Investmentbank Equinet bewertet es "prinzipiell positiv, wenn die Bank einen weiteren Rechtsstreit abschließen würde." An dieser Sicht der Dinge ändere auch nichts, dass die Strafe deutlich höher ausfalle als erwartet (rund eine Milliarde Dollar).

Allerdings blieben auch nach dieser Einigung die Rechtsrisiken ein Risiko für die Bank. "Hauptkurstreiber in den nächsten Wochen sollte die Verkündigung der neuen Strategie sein", so Häßler auf Anfrage des AKTIONÄR. Da die Deutsche Bank damit viele Investoren enttäuschen könnte, beließ der Experte die Aktie mit Kursziel 30 Euro auf "Halten".

Potenzial noch vorhanden

DER AKTIONÄR sieht eine mögliche Einigung ebenfalls sehr positiv. Unabhängig von der weiteren Strategie des Bankhauses wird aber das Kursziel bei 40 Euro gesehen. Ein Stoppkurs bei 26,50 Euro sichert Engagements ab.

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