Deutsche Bank
- DER AKTIONÄR

Deutsche Bank verpatzt erstes Quartal

Die Deutsche Bank muss infolge der Finanzkrise zum ersten Mal seit fünf Jahren einen Quartalsverlust ausweisen. Dabei liegt der Fehlbetrag vor Steuern mit 254 Millionen Euro deutlich über den Analystenprognosen. Trotz höherer Belastungen blickt Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann optimistisch in die Zukunft.

Die Deutsche Bank muss infolge der Finanzkrise zum ersten Mal seit fünf Jahren einen Quartalsverlust ausweisen. Dabei liegt der Fehlbetrag vor Steuern mit 254 Millionen Euro deutlich über den Analystenprognosen. Trotz höherer Belastungen blickt Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann optimistisch in die Zukunft.

Die Milliardenbelastungen aus der Finanzkrise haben die Bilanz der Deutschen Bank nun doch härter getroffen als ursprünglich prognostiziert. Zwischen Januar und März fiel ein Verlsut von 141 Millionen Euro nach Steuern an. Insgesamt belastete die Finanzkrise die Deutsche Bank in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit 2,7 Milliarden Euro - das sind 200 Millionen Euro mehr als noch vor Kurzem angekündigt. Der Fehlbetrag vor Steuern belief sich auf 254 Millionen Euro, Analysten erwarteten lediglich ein Minus von 235 Millionen Euro.

Auf dem Parkett nimmt man die Zahlen mit gemischten Gefühlen auf. Positiv sei, dass Deutchlands größtes Finanzinstitut seine Kosten mittlerweile deutlich reduzieren konnte. Allerdings müsse man sich mit dem schwachen Handelsergebnis auseinandersetzen. Für die Zukunft ist entscheidend, dass sich stabile Ertragsgrößen wie Zins- und Provisionsüberschüsse besser entwickeln.

Ackermann gibt sich zuversichtlich

"Im ersten Quartal des Jahres war die Lage an den Finanzmärkten so schwierig wie noch nie zuvor in der jüngeren Geschichte", sagte Vorstandschef Josef Ackermann. Das große Ausmaß der Finanzkrise vor allem im März habe das Quartalsergebnis negativ beeinflusst. Der Deutsche-Bank-Chef blickt dennoch optimistisch in die Zukunft: "Wir sind zuversichtlich, aus dieser Krise stärker denn je hervorzugehen." Die Börse hat auf den Quartalsverlust eher gelassen reagiert. Die Aktie kam zwar vorbörslich leicht unter Druck, doch konnten die Auftaktverluste bereits im frühen Handel wieder wettgemacht werden. Die meisten Marktteilnehmern und Händler sind der Auffassung, dass das Schlimmste nun überstanden sein sollte.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Back to the roots

Deutsche-Bank-CEO John Cryan lässt beim Umbau des Unternehmens keinen Stein auf dem anderen. Doch genau das könnte sich auszahlen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Bank mit der neu gegründeten Kapitalmarktsparte Global Capital Management Großkonzerne vom Börsengang bis hin zu … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank bald günstigster DAX-Wert?

Bei der Deutschen Bank läuft es derzeit einfach. Letzte Woche konnte mit der Einigung um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor ein weiterer Rechtsstreit beigelegt werden. Die Bank bietet mit der neuen Kapitalmarktsparte für Unternehmen zudem nun eine Betreuung aus einem Guss an. Und wenn … mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Euribor-Streit beendet

Die Deutsche Bank kann eine weitere juristische Baustelle schließen: Im Rechtsstreit um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor wurde mit den US-Behörden am Montagabend eine vorläufige Einigung erzielt. Im freundlichen Gesamtmarkt kann die Aktie am Dienstag daraufhin moderat zulegen. mehr