Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Deutsche Bank unter Druck: Neue Aktionäre wollen Rendite sehen

Paul Achleitner macht es noch einmal. Trotz aller Kritik aufgrund von Skandalen und umstrittenen Mitarbeiterbonuszahlungen bekommt der Aufsichtsrat der Deutschen Bank eine zweite Amtszeit. Die Großaktionäre HNA Group und das Königshaus Katar hatten daran ihren Anteil. Das hat allerdings auch seine Tücken.

Noch viel abzuarbeiten

Der chinesische Mischkonzern HNA Group hat den Anteil bei der jüngsten Kapitalerhöhung auf 9,9 Prozent erhöht und ist damit nach Katar und Blackrock der drittgrößte Einzelaktionär bei der Deutschen Bank. Alexander Schütz, Vertreter von HNA, vertraut laut eigener Aussage auf die Marke Deutsche Bank. Er sagt jedoch auch: „Trotzdem bleibt noch einiges zu tun“. Stefan Simon, der für Katar im Aufsichtsrat der Bank sitzt, sieht das ähnlich. Besonders bei der geschäftlichen Neuausrichtung müsse der Konzern noch einiges an Wegstrecke meistern.

Die Aktionäre werden die Umsetzung des Konzernumbaus in Zukunft genau beobachten und sicherlich bei Abweichungen Druck ausüben.

Aktionäre sollten profitieren

Die Deutsche Bank kann endlich mit der strategischen Wende beginnen, nachdem aufgrund der jüngsten Kapitalerhöhung Diskussionen um die Eigenkapitalausstattung beendet sind. Seit die Allianz Mitte der 1990er Jahre fünf Prozent an dem Bankkonzern hielt, gab es keine Großaktionäre wie HNA Group und Katar mehr. Der Druck, den diese ausüben, könnte die Neuausrichtung beschleunigen und der Aktie zur nachhaltigen Trendwende verhelfen.

DER AKTIONÄR sieht noch reichlich Potenzial für die Notierung der Deutschen Bank. Fundamental ist das Wertpapier mit einem erwarteten KGV von 10 für das kommende Jahr und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,5 kaufenswert. Das Ziel liegt bei 25 Euro. Anleger sollten bei 14 Euro einen Stoppkurs setzen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: So geht das

Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzender John Cryan krempelt den Konzern radikal um. Neben einer strategischen Neuausrichtung geht er auch die Altlasten bei den Rechtsstreitigkeiten an. Fehltritte und verschiedene Vergehen kosteten die Bank in der Vergangenheit Milliarden. In den USA konnte man nun … mehr
| Andreas Deutsch | 1 Kommentar

Egbert Prior: Meine erste Aktie

Aller Anfang ist schwer an der Börse – das gilt sowohl für Profis als auch für Amateure. Exklusiv für den AKTIONÄR erinnert sich Egbert Prior, langjähriger Herausgeber der Prior Börse, an sein erstes Investment. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Hört doch endlich auf!

Am Anfang war es einfach nur lästig: Mehrere demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus forderten immer wieder Informationen von der Deutschen Bank über die Beziehungen zu Donald Trump. Der Konzern gilt als einer der größten Gläubiger des Präsidenten. Was anfangs nur wie ein politisches … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Eine Million ist zu wenig

Wer mehr als eine Million Euro anlegen kann, hat sich bislang bei der Deutschen Bank von „Normal-Investoren“ unterschieden. Der Konzern hat dieses Klientel gesondert von den normalen Privatkunden in der Vermögensverwaltung betreut. Damit soll jetzt Schluss sein, denn die Bank will auch hier sparen. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Vorsicht vor dem zweiten Quartal

Der Turnaround bei der Deutschen Bank ist in vollem Gange. Im Herbst will der Vorstand weitere Details zur Reintegration der Postbank in den Mutterkonzern bekannt geben. Und auch die organisatorische Abspaltung der Fondstochter Deutsche Asset Management für den Teilbörsengang soll dann … mehr