Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Und sie läuft weiter

Bei den Banken scheint das meiste Negative auf dem Tisch zu liegen – vorerst zumindest. Die Aktie der Deutschen Bank hat ein Kaufsignal generiert. Die Vorfälle in der Türkei dürften die Deutsche kaum belasten.

Die Deutsche Bank gibt bei ihrem Konzernumbau weiter Gas. Bei der Schließung von Filialen der Deutschen Bank ist das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen am meisten betroffen. Im Laufe des Jahres 2017 sollen in Nordrhein-Westfalen 51 Filialen wegfallen.

Das Institut hatte bereits im Juni auch im Zuge ihres Sparkurses angekündigt, dass gut ein Viertel der Filialen in Deutschland geschlossen werden sollen - die Zahl der Standorte wird von 723 auf 535 verringert. Mit dem neuen Filialnetz reagiert die Deutsche Bank nach eigenen Angaben außerdem darauf, dass immer mehr Kunden Online-Banking nutzen.

Um trotz des anhaltenden Zinstiefs Erträge zu steigern, will die Deutsche Bank außerdem verstärkt auf vermögende Kunden setzen, wie sie bereits mitgeteilt hatte. In jeder Filiale soll es künftig Beratung zur Vermögensverwaltung geben. Dafür wird die Zahl der Experten in diesem Bereich aufgestockt.

Türkei-Auswirkungen

Unterdessen dürften die Vorfälle in der Türkei kaum sichtbare Spuren in der Geschäftsentwicklung der Deutschen Bank hinterlassen. Im kompletten vergangenen Jahr verbuchte die Deutsche in der Türkei Nettoerträge von gerade mal 65 Millionen Euro.

Chance für Trader

Die Börse hakt die Unruhen in der Türkei schnell ab – und die Aktie der Deutschen Bank setzt ihre Aufholjagd am Montag fort. Mit dem Ausbruch über den horizontalen Widerstand bei 13 Euro hat sich die charttechnische Situation merklich verbessert. Die nächste Hürde ist der seit Oktober 2015 gültige Abwärtstrend bei 14,60 Euro. Trader können einsteigen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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