Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank und Commerzbank: Der Tag nach dem Kurs-Horror

Die Erholung währte nur kurz. Die Kursentwicklung der Bank-Aktien aus dem DAX erinnert an die schlimme Zeit der Finanzkrise. Auch wenn sich die Kurse am Mittwochmorgen etwas erholen: Neue Tiefs drohen.


Vor Kurzem hatte es noch so ausgesehen, dass (fast) alles Negative in den Kursen von Deutscher Bank und Commerzbank eingepreist wäre und die Aktien ihre Erholung fortsetzen würden. Doch jetzt wissen wir es besser: Die Angst der Anleger für weiterem Ungemach in der Branche ist wieder da. Seit Deutsche-Bank-Chef John Cryan Mitte März angedeutet hat, dass es eventuell doch noch eine Kapitalerhöhung geben wird, befinden sich die Aktien im freien Fall. Das insgesamt negative Sentiment gibt den spekulativen Bank-Aktien den Rest.

Aus charttechnischer Sicht heißt es jetzt: absolute Vorsicht! Sowohl Commerzbank als auch Deutsche befinden sich im lupenreinen kurzfristigen Abwärtstrend. Setzt nicht bald eine Gegenbewegung ein, wird die Commerzbank-Aktie die Unterstützung bei 7 Euro testen. Hält diese Marke nicht, könnte es bis auf 6,20 Euro abwärts gehen.

Bei der Deutschen Bank sieht es noch verheerender aus. Hier könnte bald das Allzeittief bei 13,03 Euro Geschichte sein.



Stopps beachten

Eigentlich sind Commerzbank und Deutsche Bank überverkauft und reif für eine Gegenbewegung. Doch Sentiment und Charttechnik sprechen dafür, dass es kurzfristig noch mal rappeln kann. Spekulativen orientierten Anlegern, die investiert sind, empfiehlt DER AKTIONÄR einen Stoppkurs bei der Commerzbank bei 6,50 Euro und bei der Deutschen Bank bei 13,20 Euro.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank schmeißt 3.200 Kunden raus

Die Deutsche Bank hat im Handelsbereich die Geschäftsbeziehungen zu 3.200 Kunden eingestellt, wie das Wall Street Journal berichtet. Dadurch sollen Kosten reduziert und die langfristige Stabilität der Bank gesichert werden. Bereits 2015 hatte CEO John Cryan gesagt, dass man sich von der Hälfte der … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Es wird immer schlimmer

Die Umfragen hatten es bereits angedeutet: Die Italiener haben die Verfassungsreform von Premier Renzi abgelehnt. Nach Medienberichten will er im Laufe des Tages zurücktreten. Für die europäischen Banken sind das keine guten Nachrichten. Auch die Deutsche Bank könnte durch eine neue Vertrauenskrise … mehr