Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank und Commerzbank: Bilanz des Schreckens

Nur wenige DAX-Aktien haben sich 2015 noch schlechter entwickelt als die Aktien von Deutschlands großen Banken. Die Charts sehen gruselig aus, doch die Analysten sind nach wie vor optimistisch.


Glückwunsch an die Adidas-Aktionäre: Die Aktie des zweitgrößten Sportartikelherstellers hat sich 2015 im DAX am besten entwickelt. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 58 Prozent zu Buche. Platz 2 geht derzeit an Infineon mit einem Gewinn von 54 Prozent. Dritter ist Fresenius mit plus 51 Prozent.

Die Aktionäre von Deutscher Bank und Commerzbank wären schon mit einem einstelligen Plus zufrieden. Doch auch 2015 ist mit beiden Aktien kein Staat zu machen. Die Aktie der Deutschen Bank liegt elf Prozent im Minus, die Commerzbank-Aktie hat sogar 14 Prozent verloren. Nur Linde, ThyssenKrupp, E.on, K+S, VW und RWE haben sich noch schlechter entwickelt.

Doch glaubt man dem Gros der Analysten, kommt es bald zur Trendwende. 15 Experten sehen in der Commerzbank einen Kauf, 13 sagen „Halten“, fünf „Verkaufen“. Im Schnitt sehen die Analysten ein Potenzial von 31 Prozent.

Die Deutsche-Bank-Aktie halten zehn Experten für kaufenswert. 21 Analysten sagen „Halten“, sieben „Verkaufen“. Nach ihrer Einschätzung hat die Aktie ein Potenzial von 28 Prozent.

Talfahrt dauert an

Die Anleger scheren sich darum nicht und trennen sich am Mittwoch weiter von ihren Bank-Aktien. Charttechnisch sieht es für die Deutsche Bank noch um einiges düsterer aus als für die Commerzbank. Die Deutsche-Bank-Aktie fiel vor Kurzem unter den Stopp des AKTIONÄR, die Aktie ist derzeit kein Kauf. Bei der Commerzbank-Aktie sollten investierte Anleger wachsam bleiben: Hält die Unterstützung bei 9,60 Euro nicht, könnte schnell das Mehr-Jahres-Tief bei 9,05 Euro getestet werden.


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