Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank und Commerzbank: Bittere Verluste - Rallye zu Ende?

Eine weitere Eskalation in der Ukraine hat den DAX am Donnerstagmittag schwer belastet. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland einen militärischen Einmarsch in sein Land vorgeworfen. Zu den großen Verlierern zählen die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank.

Die Lage in der Ukraine spitzt sich offenbar zu. „Ich habe einen Besuch in der Türkei abgesagt, (...) da eine Intervention russischer Streitkräfte in der Ukraine stattfand“, erklärte Poroschenko am Donnerstag in Kiew. „Der Platz des Präsidenten ist heute in Kiew.“ Die Lage im Raum Donezk, darunter Amwrosijewka und Starobeschewo, habe sich "extrem verschärft“.

DAX unter Druck

Die Märkte gingen daraufhin auf Tauchstation. Der DAX verliert 1,4 Prozent auf 9.432 Punkte und rutscht wieder unter die bedeutende 200-Tage-Linie. Noch mehr verlieren die Bank-Aktien: Die Commerzbank notiert mit 2,1 Prozent im Minus, die Aktie der Deutschen Bank büßt 1,7 Prozent ein.

Auf die Ukraine kommt es an

Die heutigen Vorkommnisse in der Ukraine sind ein Warnschuss gegen all jene Börsianer, die die Krise schon abgehakt hatten. Sollte die Lage weiter eskalieren, werden Deutsche Bank und Commerzbank kaum ihre jüngst begonnene Aufwärtsbewegung fortsetzen können. Entspannt sich allerdings die Lage wieder, sind zumindest bei der Deutschen Bank auf Sicht von zwölf Monaten merklich höhere Kurse drin. Mutige Anleger bleiben dabei und setzen bei der Deutschen Bank, einer laufenden Empfehlung des AKTIONÄR, den Stopp bei 20,50 Euro.

 (Mit Material von dpa-AFX)

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