Deutsche Bank
- Marion Schlegel - Redakteurin

Deutsche Bank und Commerzbank: Aktien unter der Lupe – wichtige Marken

Die Analysten der NordLB haben ihre Einschätzung zu den Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank einer Überprüfung unterzogen. Die Experten kamen dabei zu dem Ergebnis, dass die Commerzbank weiterhin ein Kauf sei. Das Kursziel sehen die Analysten bei 14 Euro. Eine fallende Risikovorsorge, positive Wechselkurseffekte und die erhöhte Marktvolatilität hätten die Gewinne der Banken im ersten Quartal gestützt, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Commerzbank habe ihre Gesamterträge sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Schlussquartal 2014 deutlich gesteigert. Der Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter habe sogar um 83 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Die Aktie der Commerzbank war zuletzt zwar unter Druck geraten, konnte aber den Support bei 11,50 Euro verteidigen. Derzeit leidet die Aktie unter der allgemeinen Marktkorrektur. Sobald sich aber der Markt erholen kann, dürfte der Wert überdurchschnittlich zulegen können. DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert ebenfalls bei 14 Euro, der Stopp sollte bei 10,80 Euro gesetzt werden.

Deutsche Bank erhält „Halte“-Votum von der NordLB

Die Aktie der Deutschen Bank stufen die Analysten der NordLB hingegen nicht so stark ein. Hier vergeben die Experten lediglich ein „Halte“-Votum. Das Kursziel für die Deutsche Bank liegt bei 30 Euro. Die Deutsche Bank habe im traditionell starken Auftaktquartal auch im Vergleich zu den US-Wettbewerbern sehr gute Zahlen ausgewiesen. Den auf ein Top-Niveau gestiegenen Gesamterträgen stünden aber die wegen der Kosten für Rechtsrisiken gesunkenen Gewinne gegenüber, so Seufert.

DER AKTIONÄR ist aber etwas zuversichtlicher für die Aktie der Deutschen Bank. Auch wenn aus charttechnischer Sicht der Wert zuletzt seine Konsolidierung fortgesetzt hat. Mittelfristig könnte die Aktie Kurs auf 40 Euro nehmen. Wichtig wäre nun vorerst eine Rückeroberung der 30-Euro-Marke. Gelingt dies, wäre dies als klares positives Zeichen zu werten. Dann könnte das Papier zumindest relativ schnell wieder Kurs in Richtung des Jahreshochs bei 33,42 Euro nehmen.

(Mit Material von dpa-AFX)


Brett King und seine Vision der Banken der Zukunft

Breaking Banks

Autor: King, Brett
ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 04.12.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden

"Disruption" ist der Begriff der Stunde. Neue Technologien krempeln altbewährte Geschäftsmodelle um und lassen Marktführer zu Verlierern werden. So geschehen in der Musikindustrie, bei Büchern und vielem mehr. Kommen jetzt die Banken dran? Bestsellerautor Brett King untersucht, welche Veränderungen auf den Bankensektor zukommen. Seiner Meinung nach wird dieser "in den nächsten zehn Jahren mehr Veränderung sehen als in den letzten hundert." Ob Cloud-Lending, Neo-Banks, FinTech oder Social Banking: King untersucht die Trends und Möglichkeiten und identifiziert Gewinner, Verlierer und Perspektiven.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Back to the roots

Deutsche-Bank-CEO John Cryan lässt beim Umbau des Unternehmens keinen Stein auf dem anderen. Doch genau das könnte sich auszahlen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Bank mit der neu gegründeten Kapitalmarktsparte Global Capital Management Großkonzerne vom Börsengang bis hin zu … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank bald günstigster DAX-Wert?

Bei der Deutschen Bank läuft es derzeit einfach. Letzte Woche konnte mit der Einigung um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor ein weiterer Rechtsstreit beigelegt werden. Die Bank bietet mit der neuen Kapitalmarktsparte für Unternehmen zudem nun eine Betreuung aus einem Guss an. Und wenn … mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Euribor-Streit beendet

Die Deutsche Bank kann eine weitere juristische Baustelle schließen: Im Rechtsstreit um die Manipulation des Referenzzinssatzes Euribor wurde mit den US-Behörden am Montagabend eine vorläufige Einigung erzielt. Im freundlichen Gesamtmarkt kann die Aktie am Dienstag daraufhin moderat zulegen. mehr