- Andreas Deutsch - Redakteur

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Die britische Investmentbank Barclays blickt nach der Kursschwäche der vergangenen Monate optimistisch auf den europäischen Aktienmarkt. Unterdessen gibt der DAX am Dienstag wieder Gas und nähert sich der Marke von 9.600 Punkten.

„Die jüngsten Trends legen nahe, dass kontinentaleuropäische Aktien vor einem Wendepunkt stehen", schreibt Stratege Ian Scott in einer Studie. Unterstützung sieht er seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie des Gewinnwachstums der Unternehmen.

Die Kursschwäche seit Mai habe auch mit dem Ukraine-Konflikt zu tun. Der eigentliche Grund liegt laut Scott aber eher auf fundamentaler Seite, also etwa in schwachen europäischen Konjunkturdaten. Diese hätten im Vergleich zu den USA besonders negativ überrascht. In der Vergangenheit hätten solche Phasen allerdings eine Wende signalisiert.

„Euro-Abwertung positiv“

Die Unternehmen dürften zudem vom schwächelnden Eurokurs profitieren, schreibt Scott. Im ersten Halbjahr hatte die Stärke der Gemeinschaftswährung die Umsätze und Gewinne teils deutlich belastet. Entsprechend positiv dürfte sich eine Euro-Abwertung auswirken. Der Stratege reduzierte zwar seine Prognose für das Ergebniswachstum der Konzerne im laufenden Jahr, rechnet 2015 aber mit einer Beschleunigung des Gewinnwachstums.

Zudem könnte die EZB ihr Geldschleusen weiter öffnen. Eine quantitative Lockerung - also der Kauf von Staatsanleihen - ist dem Strategen zufolge wahrscheinlicher geworden. In den USA pumpt die Notenbank Fed bereits seit Jahren durch Anleihekäufe Geld in die Finanzmärkte, um die Konjunktur anzukurbeln.

(Mit Material von dpa-AFX)

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