Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Starker Trend - wie Phönix aus der Asche

Die Hoffnung auf eine Brückenfinanzierung für Griechenland hat den DAX am Mittwoch gestützt. Zu den Top-Gewinnern zählt die Deutsche Bank. Das liegt auch an den ordentlichen Zahlen der Bank of America.

Die EU-Kommission plant offenbar eine kurzfristige Kreditaufnahme für eine Übergangsfinanzierung für Griechenland. Insgesamt gehe es um sieben Milliarden Euro, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch mit Bezugnahme auf ein EU-Papier.

Durch die Brückenfinanzierung soll Zeit gewonnen werden, bis eine Hilfe auf Grundlage des ESM ("European Stability Mechanism") greifen kann. Laut Bloomberg sprach ein EU-Vertreter zuletzt von einem Überbrückungszeitraum von vier Wochen. In dem Papier vom Montag ist von einem Zeitraum bis zu drei Monaten die Rede.

Offenbar ist geplant, zur Finanzierung den Rettungsschirm EFSM heranzuziehen. Hierfür wäre die Zustimmung aller EU-Länder nötig, also auch derer, die nicht Mitglied der Eurozone sind. Bei einem Finanzministertreffen am Dienstag war deutlich geworden, dass Großbritannien, Schweden und Tschechien Bedenken haben, den EFSM zur Griechenland-Rettung einzusetzen. Die Finanzminister müssen dem Vorschlag der Kommission für den Überbrückungskredit noch zustimmen.

Zahlen überzeugen

Für gute Stimmung bei den Anlegern sorgt zudem die Bank of America. Das Unternehmen hat seinen Gewinn im zweiten Quartal Vergleich mit dem Vorjahresquartal auf 5,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Damit übertraf das Geldhaus die Erwartungen von Analysten. Aktien der Bank legten vorbörslich um fast drei Prozent zu.

Für Rechtsstreitigkeiten musste die Bank im abgelaufenen Vierteljahr 175 Millionen Dollar zurücklegen - vergleichsweise wenig. Im Vorjahr waren es vier Milliarden Dollar. Das Institut hatte in den vergangenen Jahren mit rund 80 Milliarden US-Dollar für die Sünden der Vergangenheit, vor allem im Hypothekengeschäft, gebüßt. Damit ist es weltweit Spitzenreiter. Dieses Kapitel aber scheint die Bank nun endlich geschlossen zu haben.

Aktie im Aufwind

Die Deutsche-Bank-Aktie reagiert auf die Zahlen der Bank of America und die Hoffnung im Griechen-Drama mit einem Kursplus von 1,1 Prozent auf 30,04 Euro. Damit verbessert sich die charttechnische Situation weiter, das Kaufsignal wird stärker. Der nächste markante Widerstand wartet bei 33,41 Euro, dem Hoch aus dem April. Der faire Wert der Aktie beträgt 40 Euro, der Stopp sollte bei 24,50 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


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