Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Sie fällt schon wieder

Deutsche-Bank-Aktionäre kommen einfach nicht zur Ruhe. Die Börse hat es noch immer nicht verdaut, dass die US-Tochter erneut durch den Stresstest gefallen ist. Goldman Sachs beruhigt die Gemüter etwas.

Goldman-Analyst Jernej Omahen hat die Einstufung für die Aktie der Deutschen Bank nach dem Banken-Stresstest der US-Notenbank Fed auf "Neutral" mit einem Kursziel von 14,90 Euro belassen. Der Test sei qualitativer Natur gewesen, sodass die Konsequenzen eines Nichtbestehens eine Rekapitalisierung nicht erforderlich mache, so der Experte in seiner Studie vom Freitag.

Von den 33 geprüften Banken mit bedeutendem Geschäft in den USA waren nur die Deutsche Bank und die US-Tochter der spanischen Banco Santander durchgefallen.

Für schlechte Stimmung sorgten am Donnerstag auch die Aussagen des IWF. Demnach trägt die Deutsche Bank durch ihre Verflechtungen zu anderen Firmen mehr zum systemischen Risiko im Finanzsektor bei als jede andere international tätige und als systemrelevant eingestufte Großbank - noch vor der britischen HSBC und der schweizerischen Credit Suisse .

"Unter den global tätigen Banken mit systemischer Bedeutung scheint die Deutsche Bank der wichtigste Nettolieferant von Systemrisiken zu sein", schrieben die Wissenschaftler in der am Donnerstag veröffentlichten Studie. Die Analyse der IWF-Experten bezieht sich dabei auf Aktienkursschwankungen zwischen Oktober 2007 bis Februar dieses Jahres und wie sich diese auf andere Finanzinstitute auswirkten.

Favorit: Commerzbank

Die Aktie der Deutschen Bank verliert im frühen Handel 0,3 Prozent auf 12,46 Euro. Das Chartbild könnte fast nicht schlechter aussehen. Ein Kauf der Aktie ist derzeit kein Thema. Mutige Anleger, die sich im Bankensektor engagieren wollen, können die Commerzbank-Aktie kaufen. Das KBV beträgt gerade mal 0,3, das Großbritannien-Exposure hält sich mit elf Prozent der Gesamterträge in Grenzen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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