Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: "Normalerweise müsste die Aktie 100 Prozent höher stehen"

Börsenlegende Hans A. Bernecker ist bekannt dafür, dass er Klartext spricht. So auch im Fall der Deutschen Bank. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR übt Bernecker scharfe Kritik an den Deutsche-Bank-Vorständen Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Unterdessen tritt die Aktie des deutschen Marktführers am Donnerstag auf der Stelle.

Die Kapitalerhöhung ist durch. 8,5 Milliarden Euro neue Gelder hat sich die Deutsche Bank beschafft. Geholfen hat es dem Aktienkurs nichts. Der Titel fällt seit Monaten wie ein Stein und nimmt Kurs auf Tiefs, die mehrere Jahre zurückliegen.

„Deutsche Bank ist ungemein wichtig“

„Der Kursverlauf ist ein Desaster“, stellt Hans A. Bernecker, Herausgeber der Actien-Börse, fest. „Ich glaube, dass der Vorstandsvorsitz für Anshu Jain und Jürgen Fitschen eine Nummer zu groß ist.“

Bernecker hält die Deutsche Bank für eine Schlüssel-Aktie im DAX. „Damit meine ich nicht die Performance, sondern die Bedeutung der Deutschen Bank für den Finanzplatz Deutschland und die deutsche Konjunktur.“ Laut dem Experten schaffen es Jain und Fitschen nicht, dem Markt klar zu machen, welche Strategie sie verfolgen. „Womöglich haben sie keine richtige Strategie. Und wenn man sich den Aktienkurs anschaut, glaubt der Markt offenbar auch nicht daran, dass Fitschen und Jain in den kommenden Monaten eine überzeugende Strategie vorlegen werden.“

Potenzial habe die Deutsche-Bank-Aktie nach wie vor – und zwar reichlich. „Der Kurs müsste normalerweise doppelt so hoch stehen“, sagt Bernecker. „Voraussetzungen: Die Rechtsrisiken in den USA werden ausgeräumt und der Vorstand liefert endlich oder wird ausgetauscht.“

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Die Chinesen kommen

Die Deutsche Bank hat einen neuen Großaktionär. Laut hält Reuters hat das chinesische Finanzkonglomerat HNA für 755 Millionen Euro Aktien der Bank gekauft und hält damit mehr als drei Prozent der Anteile. Doch das könnte nur der Anfang sein: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Doch kein Postbank-Verkauf?

Obwohl Deutsche-Bank-CEO John Cryan bei der jüngsten Vorlage der Jahreszahlen kein Wort zur Postbank verlor, brennt das Thema den Anlegern weiter unter den Nägel: Im Raum steht ein Verkauf der Tochter oder eine Reintegration in den Mutterkonzern. JPMorgan hat sich jetzt zur Postbank geäußert. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Deutsche Bank: Muss Ackermann zahlen?

Die derzeitige Krise der Deutschen Bank könnte auch durch Fehlverhalten ehemaliger Vorstände verursacht worden sein. Das zumindest prüft die Bank selbst. Bis zum 18. Mai sollten Aktionäre Klarheit haben, ob der Konzern deshalb von mehreren Ex-Vorständen Geld zurückfordern kann. Dann lädt das … mehr